1. Herren | 25.11.2019

Im Stil eines Spitzenteams!

Erst ausgeglichen, dann deutlich: Gregor Roth (Eintracht Salzwedel, links) mühte sich lange beim Kreveser SV und Yannick Hannemann, ehe der Knoten platzte.
Erst ausgeglichen, dann deutlich: Gregor Roth (Eintracht Salzwedel, links) mühte sich lange beim Kreveser SV und Yannick Hannemann, ehe der Knoten platzte.

FUSSBALL – LANDESKLASSE Salzwedel effektiv vor der Pause

Krevese – Die Diskrepanz zwischen Aufwand und Ertrag ist ein Faktor, der oft die Gefühlslage der Trainer und Spieler nach Abpfiff bestimmt. In der Fußball-Landesklasse traf das am Sonnabend auch auf den Kreveser SV und Eintracht Salzwedel zu.
Beim 0:4 (0:2) trat Trainer Manuel Neumann mit seinem KSV unangenehm auf. Doch seine Elf schenkte sich den richtungsweisenden Doppelschlag vor der Pause selbst ein.

Sehr zur Freude von SVE-Coach Helge Kietzke: „Bis zum 1:0 war es ein ausgeglichenes Spiel. Ich würde sogar sagen, durch den kämpferischen Einsatz waren die Vorteile bei Krevese. Da hatten wir bisschen Glück, dass wir da nicht in Rückstand kommen. “.

Neumann konnte seinem Trainerkollegen nach Abpfiff nur beipflichten. Der KSV spielte gut. Aber letztlich nicht gut genug, um den Favoriten entscheidend ins Wanken zu bringen. „Ich finde, wir waren in der ersten Halbzeit definitiv nicht die schlechtere Mannschaft. Wir haben halt vergessen, das Tor zu schießen.“ Die Eintracht aus Salzwedel musste sich lange bis zur Führung gedulden. Das mutige Krevese setzte den Matchplan um, wollte gewinnen und habe das auch auf dem Platz gezeigt, lobte Manuel Neumann.

Als die ersten 45 Minuten drohten, torlos zu enden, legten beide Teams zu. Salzwedels Gregor Roth hob den Ball über Keeper Björn Diezel und das Tor (40.). Auf der anderen Seite zielte Danny Kiebach zu hoch (42.). Kurz darauf blieb Christian Rosenkranz für die Platzherren beide Male ohne Erfolg (43.). Die „erste richtige Chance“, so nannte es Kietzke später, führte zum 1:0 der Westaltmärker.

Den Krevesern unterlief ein unnötiger Fehlpass in der eigenen Spielhälfte, den Angreifer Stefan Heuer sicher verwertete (44.). Im Anschluss legte Malte Liestmann zum 2:0-Pausenstand nach (45.). „Ich glaube, wenn wir mit einem 0:0 zur Halbzeit reingehen, dann wird es richtig schwer. Das gibt solchen Mannschaften zusätzlich Kraft und Mut“, betonte Kietzke die Wichtigkeit der beiden erzielten Treffer.

Neumann und seine Elf wollten nach dem Seitenwechsel zurückkommen. Doch Pascal Kreitz hatte früh nach Wiederbeginn etwas gegen die Kreveser Aufholjagd einzuwenden und zeigte sich für die Entscheidung verantwortlich – 3:0 (47.). Salzwedel habe dann die Qualität, um diese Tore zu schießen, wusste Neumann. Mit dem Drei-Tore-Vorsprung spielte es sich für den Vorjahresdritten leichter, die Räume wurden größer. Julian Seehausen setzte den Schlusspunkt per Strafstoß (66.). Der KSV blieb engagiert. Ein Ehrentreffer gelang aber nicht mehr.

„Für mich hat die glücklichere Mannschaft gewonnen“, haderte Manuel Neumann mit der fehlenden Konsequenz vor dem Gang in die Kabinen. Dagegen zeigte Salzwedel, dass es ein richtiges Landesklasse-Spitzenteam ist und schwere Spiele trotzdem gewinnen kann. In Krevese verhalf Kietzke und Co. die Effektivität zum Sieg.
Quelle: Altmark-Zeitung - PATRICK NOWAK