2. Herren | 07.05.2019

Jeetzestädter verlassen die Abstiegsränge


Fußball-Kreisoberliga, Altmark-West: SV Eintracht Salzwedel 09 II - SG Eintracht Mechau 2:1 (1:0)
Die Salzwedeler Eintracht-Reserve hat ihre Talfahrt beendet. Nach zwei Niederlagen in Serie feierte die Mannschaft von Roman Dölle am vergangenen Sonntag einen verdienten 2:1 (1:0)-Derbyerfolg gegen die SG Eintracht Mechau. Während die Jeetzestädter durch diesen Dreier den ersten Abstiegsrang verlassen, allerdings nur zwei Punkte Vorsprung auf den Diesdorfer SV haben, finden sich die Mechauer mit nur einem Zähler mehr auf dem Konto auf der neunten Position wieder.

Salzwedel l Der Abstiegskampf in der Fußball-Kreisoberliga bleibt ein Schneckenrennen. Dass das so ist, bewies nicht zuletzt diese Partie. Obwohl die Gäste aus Mechau nach den letzten Wochen mit breiter Brust antraten, sah man von dieser auf der Salzwedeler Flora nicht viel. Vom Anpfiff weg investierte die gastgebende Eintracht-Reserve mehr für dieses Spiel. Nachdem Melvin Michael in der siebenten Minute noch per Freistoß scheiterte (Latte), machte es der Offensiv-Allrounder nur zwei Zeigerumdrehungen später besser und traf aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung. Auch in der Folge hatten die Platzherren die besseren Chancen, blieben aber glücklos. Jan Hoefert verpasste es frühzeitig auf 2:0 erhöhen (17./drüber). Stattdessen gab es auf der anderen Seite nur wenige Sekunden später einen Elfmeterpfiff, der auch absolut in Ordnung ging. Salzwedels Ulrich Kremer holte den agilen Benjamin Gabriel von den Beinen, weshalb der Unparteiische Cederic Camehl zu Recht auf den Punkt zeigte. Zum folgenden Strafstoß trat Kevin Nütten an, der den SVE-Schlussmann Christian Oesterling in die falsche Ecke schickte und locker verwandelte - 1:1.

Nach dem Ausgleich waren die Spielanteile insgesamt verteilt. Doch während die Gäste aus Mechau nun kaum noch zu Möglichkeiten kamen, erspielten sich die 09er ein deutliches Chancenplus. Weil aber Michael (24./knapp vorbei, 28./stark gehalten) gleich zwei Hochkaräter ausließ, blieb es beim 1:1-Ausgleich. Drei Minuten vor der Pause wäre die SGE sogar beinahe noch in Führung gegangen. Oesterling konnte zwar den Freistoß vom Gäste-Spielführer Baier stark parieren, aber den Ball nicht festhalten. Der Ex-Salzwedeler Benjamin Wagner schaltete beim Nachschuss am schnellsten, schob das Leder aber am Kasten vorbei.

In den zweiten 45 Minuten veränderte sich nicht viel. Es war sicherlich kein schönes Spiel. Allerdings lebte dieses Derby von vielen Zweikämpfen und der Spannung. Weil insgesamt viele lange Bälle zu sehen waren, waren vor allem die zweiten Bälle von immenser Bedeutung.

Etwas aus dem Nichts folgte dann in der 56. Minute die erneute Salzwedeler Führung. Der A-Jugendliche Hoefert nahm nach der Ballannahme sofort Tempo auf, drang in die Box ein und umkurvte dann auch noch den Gäste-Schlussmann Paul Scholze. Am Ende versenkte Hoefert den Ball aus spitzem Winkel zur 2:1-Führung. Nach der Führung schlug das Ruder wieder mehr in Richtung der Jeetzestädter aus. Allerdings muss sich die Dölle-Elf wieder vorwerfen lassen, dass man nicht sofort nachgelegt hat. Weil Marten Rodigast (76./gehalten) und Michael (80./Außennetz, 90.+5/drüber) ihre Chancen vergaben, blieb es bis zum Schluss eine offene Partie. Trotz des Mechauer Platzverweises gegen Baier in der 90. Minute drückten die Gäste in der fünfminütigen Nachspielzeit auf den Ausgleich, entwickelten aber nicht mehr die nötige Durchschlagskraft. So blieb es am Ende beim insgesamt verdienten Heimerfolg des SV Eintracht Salzwedel 09 II

Torfolge: 1:0 Melvin Michael (9.), 1:1 Kevin Nütten (19./Foulelfmeter), 2:1 Jan Hoefert (56.).

SR.: Cederic Camehl.

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte gegen Kevin Baier wegen Nachtretens (90.).

Zuschauer: 108.

SV Eintracht Salzwedel 09 II: Oesterling - Müller, Buchmeyer, Stephan (27./Block), Manthey, Hoefert (90.+1/Tödter), Rodigast, Michael, Kremer, Schernikau (68./Hackfurt), Lohr.

SG Eintracht Mechau: Scholze - Ollendorf, Gabriel (71./Weber), S. Neubauer, T. Neubauer, Wagner (55./Tesch), Nütten, Hossain, Meeves, Bauer (71./Stolz), Baier.
Quelle: Marc Wiedemann - Volksstimme