2. Herren | 24.04.2019

Chüden im Eintracht-Duell der große Gewinner!


Hier der Spielbericht zur Heimniederlage gegen den SV Eintracht Chüden​.

SV Eintracht Salzwedel 09 II - SV Eintracht Chüden I 0:4 (0:1)
Aus Sicht des SV Eintracht Salzwedel II gab es in der Kreisoberliga im Rahmen zweier Nachholspiele Licht, aber auch viel Schatten zu sehen.

Von Marc Wiedemann
Salzwedel l Zwar konnte die Eintracht-Reserve am Sonnabend beim SV Schwalbe Schwiesau knapp mit 1:0 (1:0) gewinnen. Allerdings ist dieser Sieg ein paar Tage später fast schon wertlos, weil am Ostermontag das zweite Nachholspiel gegen den SV Eintracht Chüden deutlich mit 0:4 (0:1) verloren wurde.

Während Chüden durch das gewonnene Eintracht-Derby also einen gewaltigen Satz nach oben macht und nun schon sechs Zähler Vorsprung zur Gefahrenzone hat, tritt die Mannschaft von Roman Dölle indes weiter auf der Stelle. Lediglich zwei Zähler trennen die 09er von der Abstiegszone.

Auf der Salzwedeler Flora verbuchten die Platzherren vor 91 Zuschauern die erste gute Möglichkeit. Nach Zuspiel von Melvin Michael war der Weg für Marten Rodigast frei. Dieser hatte aber Pech, dass sein Aufsetzer nur knapp das Tor verfehlte (6.). In der Folge veränderte sich das Bild aber. Während die Dölle-Elf in der Folge die Bälle in der Offensive viel zu schnell verlor, viele unnötige Wege gehen musste und dadurch kaum aus der eigenen Hälfte herauskam, verbuchte der Gast aus Chüden deutliche Feldvorteile und mit längerer Spieldauer auch ein klares Chancenplus.

Nachdem Andreas Mittelstädt per Kopf (8./drüber), Calin Hurghis (11./Latte), Christian Makowka (34./knapp den Ball verpasst) und Michael Fund per Kopf (43./knapp vorbei) allesamt glücklos blieben, war es in der ersten Minute der Nachspielzeit dann doch passiert. Ausgerechnet der Ex-Salzwedeler Schulz brachte kurz vor dem Pausentee einen Freistoß aus dem Halbfeld nach innen. Der Ball drehte sich schön in die Richtung des Salzwedeler Tores und lag plötzlich ohne Berührung eines Mit- oder Gegenspielers im Netz - 0:1. Aufgrund der Spielanteile ging diese Pausenführung auch absolut in Ordnung.

Wer jetzt in den zweiten 45 Minuten eine Leistungssteigerung der Jeetzestädter erwartete, sah sich getäuscht. Auch im zweiten Abschnitt bestimmten die Rand-Salzwedeler die Szenerie. Bei den Gastgebern ging offensiv einfach zu wenig. Zudem machte sich auch ein gewisser Kräfteverschleiß nach dem zweiten Spiel binnen weniger Tage bemerkbar. Lediglich wenn Michael mal den Ball hatte lag so etwas Ähnliches wie Gefahr in der Luft, doch es fehlte dann die Durchschlagskraft und die Genauigkeit.

So folgte elf Minuten nach Wiederanpfiff die logische Konsequenz - das 0:2. Zwar parierte der SVE-Schlussmann Christian Oesterling zuvor noch stark gegen Mittelstädt. Allerdings sprang der Ball zurück zum Angreifer, der anschließend ein gutes Auge für den besser postierten Schulz bewies. Dieser hatte aus kurzer Distanz keine Mühe und vollendete locker zum 2:0. Fortan zerfiel die Salzwedeler Mannschaft gefühlt in ihre Einzelteile.

Nachdem Makowka und Mittelstädt schnell auf 4:0 erhöhten, musste die Eintracht-Reserve die Schlussphase auch noch in Unterzahl zu Ende bringen. Nachdem der SVE-Spielführer Maximilian Müller den Ball wegschoss, sah dieser die Ampelkarte vom Schiedsrichter Hannes Serien. Obwohl sich die Mannschaft von Orlando Konietzny in den letzten Minuten noch genügend Gelegenheiten erspielte, blieb es am Ende beim verdienten 4:0-Auswärtserfolg des Aufsteigers.

Torfolge: 0:1, 0:2 Mario Schulz (45., 56.), 0:3 Christian Makowka (61.), 0:4 Andreas Mittelstädt (66.).

SR.: Hannes Serien.

SR.-Assistenten: Thomas Kölle, Robert Jordan.

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte gegen Salzwedels Maximilian Müller wegen Meckerns und Ball wegschießen (74.).

Zuschauer: 91.

SV Eintracht Salzwedel 09 II: Oesterling - Müller, Buchmeyer, Stephan, Manthey, Gerber, Block, Rodigast, Michael, Tödter, Schernikau (62./Niemeyer).

SV Eintracht Chüden I: Jacobs - Ulbricht (74./Käßler), Mertens, Hurghis, Mittelstädt (81./Stiller), Schiemann, Todte, Schulz (71./Bäck), Makowka, Fund, Klein.
Quelle: Marc Wiedemann - Volksstimme