1. Herren | 05.03.2019

Eintracht Salzwedel verspielt zweimalige Führung!


Hier der Spielbericht zur Heimniederlage gegen TuS Wahrburg.

SV Eintracht Salzwedel 09 - TuS Wahrburg 2:3 (1:1)
Der SV Eintracht Salzwedel 09 hat sich den Auftakt in die Rückrunde sicher ganz anders vorgestellt. Auf der heimischen Flora verlor die Mannschaft von Helge Kietzke am vergangenen Sonnabend gegen die neuformierte Mannschaft vom TuS Wahrburg mit 2:3 (1:1) und verspielten dabei sogar eine zweimalige Führung. Während die Eintracht im Aufstiegsrennen also erst einmal einen Rückschlag hinnehmen musste und auf Rang drei abrutscht, klettert das Team von Robert Riep auf Position sieben der Fußball-Landesklasse, Staffel I.
Die 88 zahlenden Zuschauer sahen zunächst eine ausgeglichene Anfangsphase. Beide Abwehrreihen traten taktisch sehr diszipliniert auf und ließen in der Defensive nur selten etwas zu. Dennoch dauerte es nur bis zur fünften Minute, ehe die gastgebende Eintracht den ersten Hochkaräter verbuchte. Nach einer starken Vorlage vom Rechtsaußen Luca Nowak hatte Melvin Michael in der Box wohl zu viel Zeit und scheiterte mit seinem Schuss am gut aufgelegten TuS-Schlussmann Steve Rauschenbach. Auf der anderen Seite mussten die Gäste bis zur 18. Minute auf ihre erste Chance warten, die es dann aber auch gleich in sich hatte. Nach einer Balleroberung nahe der Mittellinie hatte schließlich Markus Bröker das 0:1 auf dem Fuß, schob das Leder aber knapp vorbei. Ab Mitte des ersten Abschnitts nahm die Partie mehr Fahrt auf, wodurch sich die Torraumszenen häuften. Nachdem Salzwedels Hannes Schreiber in der 20. Minute freistehend mit einem Schlenzer scheiterte (knapp vorbei), machte es Hannes Pietscher zehn Zeigerumdrehungen später besser und erzielte das 1:0 für Salzwedel. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld herrschte im 16er der Wahrburger große Verwirrung. Am Ende landete der Ball bei Pietscher, der aus kurzer Distanz die Führung der 09er erzielte. Die Rand-Stendaler blieben von diesem Rückstand unbeeindruckt und legten den Schalter sofort wieder um. Nachdem Davide Epiboli zunächst noch am beherzten Einsatz von Seehausen scheiterte (34.), war der Ball drei Minuten später dann doch im Kasten des Favoriten. Felix Belling brachte aus dem Halbfeld einen seiner gefürchteten Freistöße in die Box. Dort stimmte die Verständigung zwischen Hannes Buchmeyer und dem SVE-Keeper Dennis Röhl nicht. Am Ende fälschte Buchmeyer den Ball unglücklich ins eigene Tor zum 1:1-Ausgleich ab.
In den zweiten 45 Minuten veränderte sich zunächst viel. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, weshalb das Ergebnis bis hierhin auch absolut in Ordnung ging. Etwas aus dem Nichts dann das 2:1 für Salzwedel. Nach einer abgefangenen Ecke setzte die Kietzke-Elf zum Konter an. Am Ende spitzelte Nowak dem Innenverteidiger Christopher Stübe das Leder vom Fuß und schob anschließend überlegt zum 2:1 ein. In der Folge schienen die Salzwedeler das Spiel zu kontrollieren, verpassten es aber den Sack zu zumachen. So vergab Gregor Roth wohl die beste Gelegenheit zum 3:1 (69./gehalten). In der Schlussphase zog die Riep-Elf das Tempo noch einmal an und erspielte sich ein optisches Übergewicht. Zeitgleich wurde der Ton auf und neben dem Spielfeld im rauer, was nach der Partie auch zu leichten Tumulten am Spielereingang in den Kabinentrakt führte. Die Wahrburger investierten nun mehr und waren einem verdienten 2:2-Ausgleich sehr nah. Der Lohn für die Arbeit folgte dann in der 86. Minute. Röhl faustete vier Minuten vor Ultimo einen Eckball direkt vor die Füße vom eingewechselten Noah Saeg. Dieser nahm das Leder mit vollem Risiko und traf zum vielumjubelten 2:2. Das Ende war das aber noch nicht. Es sollte nämlich noch besser für die TuS kommen. Statt den Ball an der Außenlinie über den Zaun zu bolzen, verlor Salzwedels Buchmeyer das Leder an Epiboli. Dieser fand in der Box den lauernden Bröker, der in "Gerd-Müller-Manier" den 3:2-Siegtreffer erzielte.
Aufgrund der Spielanteile wäre ein Remis wohl das gerechte Ergebnis gewesen. Allerdings dürfen sich die Salzwedeler auch nicht beschweren, wenn man so viele hochkarätige Chancen einfach auslässt und defensiv so einfache Fehler macht.
Torfolge: 1:0 Hannes Pietscher (30.), 1:1 Hannes Buchmeyer (37./Eigentor), 2:1 Luca Nowak (55.), 2:2 Noah Mohamed Saeg (86.), 2:3 Markus Bröker (89.).
SR.: Jan Reinecke.
Besondere Vorkommnisse: Keine.
Zuschauer: 88.
Quelle: Marc Wiedemann - Volksstimme