1. Herren | 14.09.2020

Leben selbst erschwert

Wenn wir in der 45. Minute das erste Mal auf das gegnerische Tor schießen, dann läuft grundsätzlich etwas falsch.
Wenn wir in der 45. Minute das erste Mal auf das gegnerische Tor schießen, dann läuft grundsätzlich etwas falsch.

FUSSBALL – LANDESKLASSE Salzwedel bezwingt Potzehne 3:0

Potzehne – Es war ein hartes Stück Arbeit, das der SV Eintracht Salzwedel verrichten musste, um den zweiten Saisonsieg in der Fußball-Landesklasse unter Dach und Fach zu bringen.
Die Jeetzestädter mussten am Sonnabend beim SV Grün-Weiß Potzehne antreten und setzten sich mit 3:0 (0:0) durch.

Allerdings machten sich die Salzwedeler das Leben selbst schwer. Speziell im ersten Durchgang. SVE-Coach Helge Kietzke zeigte sich daher nach dem Spiel mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit auch überhaupt nicht zufrieden. „Wir hatten den Jungs eine klare Linie vorgegeben, die jedoch nicht umgesetzt wurde. Wenn wir in der 45. Minute das erste Mal auf das gegnerische Tor schießen, dann läuft grundsätzlich etwas falsch. Am Ende zählen jedoch die drei Punkte“, ging Kietzke mit seiner Mannschaft ins Gericht.

Die Potzehner machten ihre Sache hingegen richtig gut. Die Platzherren standen tief und profitierten immer wieder von der Tatsache, dass es die Salzwedeler vornehmlich durch das Zentrum, wo sich kaum Räume ergaben, versuchten. So verpuffte ein Angriff der Eintracht nach dem anderen. Vielmehr hatten die Salzwedeler sogar Glück, dass sie nicht in Rückstand gerieten, denn Jan Küllmei (22.) sowie zweimal Niclas Bartsch (24., 36.) vergaben durchaus gute Gelegenheiten. Auf der anderen Seite war es schließlich Philip Müller, der praktisch mit dem Pausenpfiff den ersten Schuss auf das Potzehner Tor abgab. SVE-Coach Kietzke hatte genug gesehen und rüttelte seine Mannschaft in der Kabine noch einmal wach.

Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Gäste zwar formverbessert, mussten aber dennoch knapp eine Viertelstunde warten, ehe der erlösende Treffer fiel. Nach einem Eckball war Niklas Gille per Kopf zur Stelle und besorgte das 1:0 (59.). Als dann Philip Müller nach guter Vorarbeit von Stefan Heuer das 2:0 nachlegte, war die Partie praktisch entschieden (63.). Bei den bis dahin wacker kämpfenden Potzehnern schwanden nun langsam die Kräfte, sodass sich die Grün-Weißen sogar noch das 0:3 durch Alf Müller gefallen lassen mussten (86.).

„Wir haben eine Halbzeit gut gespielt, aber nach dem 0:2 war dann auch die Kraft weg. Ich mache der Mannschaft aber keinen Vorwurf“, fasste Potzehnes Trainer Steffen Schulze nach der Partie zusammen.
Quelle: Tobias Weber - Altmark-Zeitung