1. Herren | 14.09.2020

SVE tau(ch)t erst in Halbzeit zwei auf

Salzwedels Phillip Müller (links) war wieder einmal ein Aktivposten. Er erzielte das zwischenzeitliche 2:0 für die Einracht. In dieser Szene kam Potzehnes Thomas Müller einen Schritt zu spät.
Salzwedels Phillip Müller (links) war wieder einmal ein Aktivposten. Er erzielte das zwischenzeitliche 2:0 für die Einracht. In dieser Szene kam Potzehnes Thomas Müller einen Schritt zu spät.

In der Landesklasse, Staffel I, hat der SV Eintracht Salzwedel einen Auswärtserfolg gelandet.

Von Thomas Koepke
Potzehne l Der SV Eintracht Salzwedel 09 hat nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte das Altmark West-Duell in der Fußball-Landesklasse 1 am Sonnabend beim SV Grün-Weiß Potzehne mit 3:0 (0:0) verdient gewonnen und hält damit weiter Anschluss zur Spitze. Anders die Gastgeber, die den Blick weiter nach unten richten müssen.

Eigentlich hatten beide Mannschaften einen klaren Plan, doch zunächst ging nur der der Potzehner auf. Die wollten tief und kompakt stehen und so lange es geht, irgendwie die Null hinten halten. Anders die Salzwedeler, die schnell über die Außen spielen und damit zum Erfolg kommen wollten. Aber wie gesagt, es blieb beim „wollten“.

Die Gastgeber, die endlich mal zu Hause punkten wollten, standen sogar so sicher, dass sie bis zur letzten Minute der ersten Hälfte keinen einzigen Torschuss der Jeetzestädter zuließen. Nur in Minute 45 hatte Müller ein paar Zentimeter Platz und schloss ab. Selbst hatten die Potzehner aber durch Bartsch (36.) eine richtig gute Möglichkeit, doch SVE-Keeper Röhl blieb im Eins-gegen-Eins-Duell Sieger. Kurz zuvor hatte SVE-Coach Kietzke, der bis dahin mit seiner Mannschaft überhgaupt nicht zufrieden war, aber schon mit einem Doppelwechsel ein Zeichen an sein Team gesendet. Allerdings fruchtete das nur bedingt.

In der Halbzeitpause appelierte Kietzke nochmal kurz und knapp an sein Team und verließ die Kabine relativ frühzeitig. So blieb für ihn natürlich noch etwas Zeit für eine heimliche Torzigarette hinter der Mannschaftsbank.

Und die verfehlte ihre Wirkung nicht. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Salzwedeler die Anweisung wohl endlich verstanden und agierten viel über außen. Damit rissen sie die Mitte auseinander und schafften Räume.

Das 0:1 fiel aber nach einer Ecke. Michael brachte die genau auf den Schädel von Gille (58.), der zur Führung einnicken konnte. Danach hatte die Eintracht aber leichtes Spiel. Nur fünf Minuten später stand es nämlich 0:2. Diesmal setzte sich Michael über rechts außen durch, bediente Heuer, der das Leder durch den 16er für Müller auflegte. Klar, dass spätestens zu diesem Zeitpung der Käse gegessen war.

Nun gingen auch die Potzehner Köpfe etwas runter. Erschwerend kam hinzu, dass die Kräfte bei den Gastgebern zusehends nachließen und es auch vorn zu wenig Entlastung gab. Das nutzten die Salzwedeler noch zu einem weiteren Treffer. Gebert chipte den Ball zu Alf Müller (86.) in den 16er, der keine Mühe hatte, auf 3:0 zu stellen. Zuvor hatte schon Heuer die große Möglichkeit, das 3:0 zu erzielen, doch seine Direktabnahme landete neben dem rechten Pfosten. Am Ende blieb es beim mittlerweile verdienten 3:0 für die Gäste.
Quelle: Thomas Koepke - Volksstimme