1. Herren | 07.09.2020

SV Eintracht Salzwedel 09 verliert im Spitzenspiel mit 1:3!


Hier der Spielbericht zur Heimniederlage gegen den TuS "Siegfried" 09 Wahrburg e.V.

Fußball Landesklasse, Staffel 1: SV Eintracht Salzwedel 09 - TuS Siegfried Wahrburg 1:3 (0:1) / Felix Pitzner entscheidet das Top-Spiel
Von Fabian Schönrock
Der SV Eintracht Salzwedel 09 hat das Spitzenspiel der Landesklasse 1 an der heimischen Flora gegen Aufstiegskandidat TuS Wahrburg mit 1:3 (0:1) verloren.
Die Mannschaft von Trainer Helge Kietzke konnte den Gästen aus der Ostaltmark lange Zeit aber Paroli bieten und wirkte ebenbürtig, ließ jedoch die Durchschlagskraft in der Offensive vermissen und fand gegen clevere Wahrburger nicht den erhofften Schlüssel zum Erfolg.

Das Spiel zwischen dem vor Anpfiff der Partie als Zweitplatzierten gestarteten Gast aus Wahrburg und den auf Rang fünf positionierten Gastgebern aus Salzwedel, verdiente sich zurecht das Prädikat Spitzenspiel und wurde der Erwartungshaltung der Zuschauer gerecht.
Unter hervorragender Kulisse mit begeisternder wie stimmungsgeladener Atmosphäre, knisterte es in jeder Phase der Begegnung auf der Flora. Von der emotionalen Kulisse hingerissen und entzückt, spielten beide Teams einen offensiven Tempofußball.

Der frühe und nicht einkalkulierte Party-Crasher für die Eintracht sollte in Minute fünf folgen, als Routinier Kevin Assmann den Ball im Fünfmeterraum aus vollem Lauf mit der Innenseite in den Giebel beförderte.

Die frühe Führung der Gäste schüttelte die Eintracht schnell ab und spielte fortan munter mit. Vor allem über die starke rechte Seite in Person von Flügelflitzer Melvin Michael und Angreifer Philipp Müller, kreierten die Roten gute Abschlussgelegenheiten. So gelang es den Gastgebern gar, mit der eigenen offensiven Wucht, Wahrburgs Angreifer tief in die Defensivarbeit der eigenen Hälfte zu zwingen und lange Zeit zu binden.

Doch den Stresstest bei gefährlichen Kontern der Wahrburger, bestanden nicht alle Salzwedeler Akteure mit einem kühlen Kopf. Verteidiger Hannes Buchmeyer ließ sich nach einem Wortgefecht mit Tobias Heyder zu einer Tätlichkeit hinreißen. Dem gegnerischen Spieler des Tus, wischt Buchmeyer ins Gesicht. Nach der regelrechten Backpfeife zückte Schiedsrichter Jan Reinecke jedoch nicht die Rote Karte und beließ es bei „dunkelgelb“.

Nach der glücklichen Entscheidung für die Kietzke-Elf, ging es somit zu elft auf beiden Seiten weiter. Zur Pause stand es weiterhin 1:0 für die Gäste, die damit noch jede Menge investieren mussten, um die Salzwedeler zu schlagen.

In Hälfte zwei kam die Eintracht hellwach aus der Kabine. Philipp Müller bescherte den Ausgleich (47.), nachdem er zwei Verteidiger auf dem Bierdeckel austanzte und souverän einschob.Die TuS war somit wieder gefordert, mehr Aufwand zu betreiben.

Dies gelang den Gästen. Die erneute Führung durch Tobias Heyder (56.) fiel allerdings mehr als glücklich. Ein als Flanke gedachter Ball über rechts, rutschte Heyer versehentlich ab. Keeper Dennis Röhl verspekulierte sich jedoch und konnte nur mit ansehen, wie der Ball ins lange Eck flog.
Die endgültige Entscheidung bescherte Felix Pitzner, der nach einem schnell vorgetragenen Konter Keeper Röhl umkurvte und locker einschob. Am Ende blieb es beim 3:1 für die Gäste, die damit ihren Aufstiegsambitionen gerecht wurden.

Trainerstimmen:
Helge Kietzke (Trainer des SV Eintracht Salzwedel): „Wir haben uns wieder einmal selbst geschlagen. In der zweiten Hälfte sind wir gut zurückgekommen.Die individuellen Fehler nach Ballverlust haben uns aber das Genick gebrochen. Wir haben nach dem Spiel zumindest unser Minimalziel von vier Punkten aus drei Spielen erreicht. Wir müssen jetzt sehen, dass wir unsere Fehler in den Griff bekommen und weiter hart arbeiten“.

Robert Riep (Trainer des TuS Wahrburg): „Das Spiel hätten wir schon viel früher für uns entscheiden können. Meine Mannschaft hat dabei eine riesige Mentalität gezeigt. Wir sind sehr geschlossen aufgetreten, haben uns super reingehauen und waren bei Kontern immer extrem gefährlich. Wir haben die Probe im Topspiel bestanden und wollen uns nun weiterhin oben festbeißen.“
Quelle: Fabian Schönrock - Volksstimme