1. Herren | 02.03.2020

Doppelter Blackout!

Ging dahin, wo es wehtut: Thomas Roggenthin (am Boden) zog Fabian Beck (l.) und Malte Liestmann den Zahn. © Haack
Ging dahin, wo es wehtut: Thomas Roggenthin (am Boden) zog Fabian Beck (l.) und Malte Liestmann den Zahn. © Haack

FUSSBALL – LANDESKLASSE Medizin nutzt grobe SVE-Patzer

Uchtspringe – Das Verfolgerduell der Fußball-Landesklasse war am vergangenen Sonnabend hart umkämpft und fand mit dem SV Medizin Uchtspringe einen nicht unverdienten Sieger.
„Uns fehlt einfach die Effektivität. Wir ziehen aus unserer spielerischen Stärke kaum Tore oder Chancen“, benannte Eintracht-Trainer Helge Kietzke nach der Partie die offensichtlichen Probleme seines Teams. Uchtspringe hatte seinen Gästen von Beginn an Initiative und Ballbesitz überlassen, um auf Fehler zu lauern und mittels Konterfußball zuzuschlagen. „Wir wissen, was Uchtspringe möchte, waren aber vom Spielverlauf her immer gezwungen, das Spiel zu machen, anstatt selbst die Chancen zu nutzen und in Führung zu gehen“, so Kietzke. Sein Routinier Gregor Roth etwa hatte das 1:0 bereits in der ersten Spielminute auf dem Fuß und verzog. Auf der Gegenseite nutzte der SV Medizin gleich den ersten Fehler aus. Hardy Wolff bediente Marcel Brinkmann – 1:0 (2.). Ein guter Einstand für Uchtspringes Neuzugang auf dem rechten Flügel, der auch in der Folge immer wieder mit seinem Tempo für Gefahrenmomente sorgte. „Eine tolle Verstärkung, wenn man seine Power sieht und welche Wege er geht“, schwärmte Medizin-Trainer Lars Reifke. Und sein bester Angreifer? Der knüpfte nahtlos an seine Hinrundenform an und scheiterte wenig später an der Querlatte (20.).

Trotz einiger Fehler und schwieriger Platzverhältnisse blieb die Eintracht ihrer spielerischen Marschroute treu. Nach einer halben Stunde wurde sie auch stärker und belohnte sich sogleich mit dem Ausgleich. Luca Nowak vollstreckte nach einer starken Pressingaktion (38.). Bis zur Pause folgten zwei weitere gute Abschlüsse der Gäste und eine vergebene Großchance Manuel Stoppas auf der Gegenseite.

Nach dem Wechsel nahm die Zweikampfhärte zu, während die Chancen weniger wurden. Entschieden wurde die Partie letztlich durch einen Salzwedeler Doppel-Blackout. Malte Liestmann rutschte ein Ball unnötig zur Ecke ab, die folgende Eingabe klatschte Torhüter Dennis Röhl ohne Not vor die Beine Brinkmanns, der die Partie mit seinem 33. Saisontor entschied (56.). Ein anschließendes Anrennen der Gäste blieb letztlich erfolglos.

„Wir machen die Fehler, sie die Tore. Dann brauchst du dich am Ende nicht wundern“, haderte Kietzke.

VON TOBIAS HAACK
Quelle: Tobias Haack - Altmark-Zeitung