1. Herren | 06.02.2020

Salzwedel schlägt sich achtbar!

Foto: Uwe Meyer.
Foto: Uwe Meyer.

Hier ein paar Informationen zur Testspielniederlage beim 1. FC Lok Stendal e.V.

1. FC Lok Stendal - SV Eintracht Salzwedel 09 5:1 (3:1)
Am vergangenen Dienstagabend trat der Landesklasse-Vertreter SV Eintracht Salzwedel 09 zu einem kurzfristig vereinbarten Testspiel beim Oberligisten 1. FC Lok Stendal an und verkaufte sich dabei teuer. Am Ende musste sich die Mannschaft von Helge Kietzke nur mit 1:5 (1:3) geschlagen geben.
Auf dem Stendaler Kunstrasenplatz gingen beide Mannschaften mit einem dezimierten Kader ins Spiel. Während die Stendaler krankheitsbedingt auf einige Spieler verzichten mussten, war es bei Salzwedel aufgrund der Arbeit oder des Studiums innerhalb der Woche nicht einfach alle Spieler zusammen zu bekommen.
Die Partie ging durchaus munter los. Bereits nach 17 Sekunden fand eine Flanke von Gregor Roth den Kopf von Salzwedels Alf Müller, der allerdings nicht genügend Druck hinter den Ball brachte (drüber). In der Folge entwickelte sich ein taktisch geprägtes Spiel. Wie im Vorfeld auch erwartet, machten die Eisenbahner das Spiel und verbuchten viel Ballbesitz. Weil die Salzwedeler in der eigenen Hälfte gut standen und vor allem im Zentrum die Räume sehr eng machten, hielten sich die Stendaler Torraumszenen in der ersten halben Stunde in Grenzen. Lediglich Niclas Buschke (8.) und Martin Krüger (14./stark gehalten, 28./gehalten) verbuchten gute Möglichkeiten. Auf der anderen Seite versteckte sich der Underdog von der Jeetze keinesfalls und war vor allem nach Ballgewinn durchaus gefährlich. So hatten Luca Nowak (3./stark gehalten) und Fabian Beck aus der Distanz (29./Latte) durchaus Chancen zur Salzwedeler Führung. Nachdem Stendals Martin Gödecke dann in der 31. Minute noch knapp scheiterte, machte es Buschke in der 33. Minute nach einer Kopfballablage von Gödecke besser und traf zum 1:0. Nur drei Minuten später dann fast der Ausgleich. Salzwedels Nowak, mit dem die Stendaler des Öfteren so manche Probleme hatten, trat zum Solo an, schlenzte das Leder aber knapp am Stendaler Kasten vorbei. Auf der anderen Seite zeigten sich die Lok-Kicker in dieser Phase effizienter. Philipp Groß dribbelte in die Box und versuchte es mit einer Hereingabe. Malte Liestmann fälschte den Ball beim Klärungsversuch unhaltbar ins eigene Tor ab - 2:0. Wieder nur ein paar Sekunden später versuchte der SVE-Keeper Dennis Röhl den herannahenden Gödecke auszudribbeln, scheiterte aber kläglich - 3:0. Dennoch blieben die Salzwedeler Köpfe oben. Nach einer Vorlage von Roth hatte Nowak in zentraler Position zu viel Platz und vollendete mithilfe des Innenpfosten zum 1:3 (41.).
In den zweiten 45 Minuten agierte Stendal mit einer Viererkette. So hatte man zumindest optisch das Gefühl, dass es den Salzwedelern leichter fiel anzulaufen. So ergaben sich viele gute Pressingsituationen für Salzwedel, wobei richtige Torgefahr aufgrund nachlassender Kräfte nicht mehr aufkommen sollte. Dennoch änderte sich an der Überlegenheit der Platzherren nichts. Stendal hatte weiterhin mehr vom Spiel und erspielte sich zudem auch das Chancenplus. Am Ende schraubten Lorenz Balliet und Sebastian Hey das Ergebnis auf 5:1 in die Höhe. Zudem vergaben Krüger (61./stark gehalten), Benjamin Bubke aus der Drehung (78./stark gehalten) und Hey (86./stark gehalten) weitere gute Möglichkeiten.
Am Ende ist der Stendaler Sieg zweifellos verdient. Dennoch machte die Eintracht aus Salzwedel - ausgehend vom aktuellen Stand der Vorbereitung mit gerade einmal viel Trainingseinheiten und einem Testspiel - richtig gut und stellte den Favoriten aus Stendal vor so manche Probleme.

1. FC Lok Stendal: Steffen Westphal (46. Bryan Giebichenstein) - Tim Schaarschmidt (46. Johannes Mahrhold), Sebastian Hey, Patrick Baudis, Philipp Groß, Felix Behling (46. Lorenz Balliet), Martin Krüger, Steven Schubert, Tim Kolzenburg (46. Benjamin Bubke), Niclas Buschke, Martin Gödecke.

SV Eintracht Salzwedel: Dennis Röhl - Malte Liestmann (46. Lukas Biermann), Gregor Roth, Julian Seehausen, Hannes Buchmeyer, Kevin Gebert, Fabian Beck, Laurin Lohr (46. Fridolin Hamann), Hannes Schreiber, Alf Müller (46. Florian Förster), Luca Nowak.

Torfolge: 1:0 Niclas Buschke (32.), 2:0 Philipp Groß (37.), 3:0 Martin Gödecke (38.), 3:1 Luca Nowak (41.), 4:1 Lorenz Balliet (70.), 5:1 Sebastian Hey (73.).

SR: Karsten Fettback (Stendal).

Besondere Vorkommnisse: Keine.

Zuschauer: 53.

Jörn Schulz (Trainer von Stendal): „Salzwedel hat sehr gut verteidigt und hatte eine hohe Laufbereitschaft. Sie standen sehr tief und haben dadurch die Räume sehr eng gemacht. Wir haben heute auf jeden Fall zu wenig Tore geschossen, waren in der Endzone nicht zielstrebig und gierig genug. Unser Tempo war nicht ganz so hoch wie in den letzten Spielen. Trotzdem war es eine gute Trainingseinheit mit viel Verbesserungspotenzial. Danke an Salzwedel, dass sie so kurzfristig angereist sind.“

Helge Kietzke (Trainer von Salzwedel): „Das permanente Verschieben und die Arbeit gegen den Ball waren sehr gut. Zudem hatten wir nach Ballgewinn viele gute Umschaltmomente. Beim Torabschluss müssen wir aber noch zielstrebiger werden. Die wenigen individuellen Fehler muss man heute einfach verzeihen. Schließlich sind wir ja auch noch nicht lange in der Vorbereitung. Wir haben eine starke Laufbereitschaft an den Tag gelegt und auf dem Platz sehr gut kommuniziert.“
Quelle: Marc Wiedemann - Volksstimme