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1. Männer | 25.02.2017

Vierte Pleite in Folge


Wieder einmal stehen die Salzwedeler Handballer ohne Punkte da. Vor heimischer Kulisse setzte es eine 34:36 (17:17) Pleite gegen den Tabellendritten von der HSG Heidmark.

Dabei war in diesem Spiel alles möglich. Die Salzwedeler, die nur auf Ihren Langzeitverletzten Ronny Schlawin verzichten mussten, kamen gute ins Spiel. Durch den Halblinken Patrick Zunder konnte die erste Führung schon nach 23 Sekunden markiert werden. Auch der Ausgleich der Gäste wurde wieder mit einer Führung beantwortet. So ging es munter auf und ab. Einen leichten Vorteil erarbeiteten sich die Salzwedeler, als sie beim 5:3 erstmals auf einen 2-Tore-Vorsprung erhöhen konnten. Diese währte jedoch nicht lange und die Gäste glichen beim 5:5 wieder aus.

Als Patrick Zunder nach 9 Minuten bereits seine zweite Zeitstrafe verbüßen musste, gingen erstmals die Gäste in Führung (6:7). Doch beeindrucken ließen sich die Salzwedeler davon wenig. Im Gegenzug konnten die Männer um die herausragenden Michael Schulze – spielte mit angeschlagener Schulter und steifem Hals – und Sebastian Schönfelder wiederum die Führung erarbeiten (10:8). Leider gelang es nicht, die scheinbar am Limit spielenden Gäste endgültig in die Knie zu zwingen. So konnte sich bis zur Pause kein Team entscheidend absetzen und man ging mit einem ausgeglichenen 17:17 in die Kabinen.

In Halbzeit zwei starteten die Gäste mit dem ersten Tor. Die Antwort gab erneut Michael Schulze mit zwei Toren zum 19:18. Es sollte die letzte Führung im Spiel bleiben. Die Gäste nutzten die phasenweise unsortierte Abwehr der Salzwedeler immer wieder zu einfachen Toren. Die Salzwedeler verschliefen förmlich die ersten 10 Minuten der zweiten Hälfte. Kontinuierlich bauten die Heidmarker ihre Führung über 22:25 auf 24:29 aus. Auch die Umstellung auf 5:1 brachte in diesem Moment nicht den gewünschten Erfolg.

Dennoch rappelten sich die Männer um Kreisläufer und Abwehrchef Martin Kersten nochmal auf und verkürzten auf 32:34 (58. Minute). Als dieser dann aber mit einer Zeitstrafe auf der Bank Platz nehmen musste, war der Drops gelutscht. 10 Sekunden vor Schluss machten die Gäste beim 33:36 den Deckel drauf. Sebastian Schönfelder gelang mit dem Schlusspfiff nur noch Ergebniskosmetik zum Endstand von 34:36.

Wieder einmal reichte es gegen ein Team von der Tabellenspitze nicht zu den dringend benötigten Big Points. Die anerkennenden Worte der siegreichen Gäste sind etwas Balsam, aber kaufen können sich die Salzwedeler davon am Ende nichts. Beide Mannschaften haben ein spannendes Spiel für die Zuschauer geliefert, leider mit dem besseren Ende für die Gäste. Jetzt wollen die Salzwedeler das spielfreie Wochenende nutzen und sich auf die Auswärtspartie beim HV Lüneburg vorzubereiten.

Vorbericht: Revanche gegen Heidmark?

Am Samstag den 25.02.2017 empfangen die Salzwedeler die HSG Heidmark zum Punktspiel in der BBS-Sporthalle. Anpfiff ist wie gewohnt um 19:15 Uhr.

Mit Heidmark kommt eine Mannschaft nach Salzwedel, die etwas unerwartet in der oberen Tabellenhälfte mitspielt. Die Gäste haben zwar noch 2-3 Spiele weniger absolviert als die Konkurrenz um die Tabellenspitze, aber dennoch ist bemerkenswert, dass sie momentan mit gerade mal 6 Nassen das drittbeste Team sind, wenn man die Minuspunkte als Kriterium heranzieht.

Dabei überzeugen die Heidmarker nicht unbedingt mit einem attraktiven Handball. Vielmehr spielen sie das, was sie können und das kontinuierlich. Aus einer robusten starken Abwehr heraus, werden lange Angriffe gespielt, die dann konzentriert in eigene Tore ummünzt werden. So ergibt sich ein Ergebnisschnitt von 25,6 : 23,2 Toren.

Da gilt es anzugreifen. Die Abwehr um die wiedererstarkten Salzwedeler Torhüter stand in den letzten Spielen wieder etwas besser. Es wird gegenseitig geholfen und beide Schlussmänner bekommen wieder öfter die Hand an den Ball. Also muss versucht werden, den Schnitt der erzielten Tore der Gäste weiter zu drücken. Im Gegenzug ist auch der Salzwedeler Angriff wieder besser in Fahrt. Also sollte es gelingen, die Heidmarker Abwehr öfter auszuhebeln, als es im Hinspiel der Fall war.

Im Hinspiel versagten den Salzwedelern reihenweise die Nerven. Am Ende stand ein regelrechtes Debakel auf der Anzeigentafel. Während die Abwehr in Halbzeit 1 noch funktionierte (9:6), gelang dem Angriff in der Fremde ohne Haftmittel am Ball nicht viel bis gar nichts. Mit 23:12 trat man damals die Heimreise an.

Wichtig wird also am Wochenende, den begeisternden Spielfluss der letzten Spiele über die vollen 60 Minuten aufs Parkett zu bringen. Die Männer um Patrick Zunder brennen jedenfalls und gehen zuversichtlich in das Spiel. Bis auf den verletzten Ronny Schlawin sollten alle Kräfte an Board sein, um endlich die dringend benötigten Punkte gegen den Abstieg einzufahren.

Quelle: Erste Männermannschaft