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1. Männer | 18.02.2017

Zwischentiefs führen zur Niederlage

Am Wochenende waren die Salzwedeler Handballer im weit entfernten Hollenstedt zu Gast. Leider waren alle Mühen umsonst und die Mannschaft trat die Heimreise mit einer 31:27 (14:14) Niederlage im Gepäck an.

Das erste Achtungszeichen der Partie setzten die Schiedsrichter. Bereits nach 37 Sekunden musste Kreisläufer Martin Kersten mit einer Zeitstrafe auf die Bank. Davon ließen sich die Salzwedeler erstmal nicht bremsen und gingen durch den Rückkehrer Patrick Zunder nach knapp anderthalb Minuten mit 1:0 in Führung.

Direkt im Gegenzug konnten die Gastgeber, die das gesamte Spiel über ein schnelles Umkehrspiel vorführten, den Ausgleich herstellen. Dennoch blieb Salzwedel am Drücker. Beim 5:3 führten die Gäste sogar mit 2 Toren. Hollenstedt steckte aber nicht auf und glich immer wieder aus. So ging es bis zur Pause - Jede Führung der Salzwedeler wurde durch die Hollenstedter egalisiert.

Bis zur Pause hätte Salzwedel vielleicht schon etwas höher führen können, vergab man doch in Halbzeit eins 4 von 5 zugesprochenen Strafwürfen. Auch konnte der Ballgewinn bei leerem Hollenstedter Tor vor der Pause nicht mehr in einen Führungstreffer umgemünzt werden. In der Pause bestimmte die Zuversicht, das Spiel siegreich zu gestalten, die kurze Kabinenansprache.

Die erste Führung der Halbzeit erzielten die Gastgeber. Salzwedel konnte jedoch durch Martin Kersten und Sebastian Schönfelder, der einen treffsicheren Tag erwischte, nochmal Kontern und seinerseits in Führung gehen. Ab da legten die Hollenstedter eine Schippe drauf. Mit einem Zwischenspurt vom 15:16 zum 20:17 zwangen die Gastgeber die Salzwedeler, die in diesem Moment auch Patrick Zunder nach seiner dritten Zeitstrafe verloren, zu einer frühen Auszeit in der 40. Minute.

Die Auszeit zeigte ihre Wirkung und die Salzwedeler konnten zum 21:20 (45. Minute) aufschließen. Der Ausgleich wollte aber nicht gelingen und so konnte nach einigen Konzentrationsschwächen und überhasteten Abschlüssen der Gastgeber abermals auf 25:20 (50. Minute) davon ziehen. Von diesem Rückschlag erholten sich die Salzwedeler nicht mehr. Einige gelungene Einzelaktionen sorgten nur noch für Ergebniskosmetik aber nicht mehr für Spannung. So endete das Spiel mit 31:27 aus Sicht der gastgebenden Hollenstedter.

Dennoch kann man mit der Leistung aus den letzten beiden Spielen bei absoluten Topmannschaften der Liga zufrieden sein. Nicht zufrieden sein kann man mit der Punkteausbeute, aber das Thema sitzt bei allen so tief, dass es müßig ist, jede Woche daran zu erinnern. So motiviert sich die Mannschaft aufgrund der gezeigten Leistungen von Spiel zu Spiel neu. Beim kommenden Heimspiel empfängt Salzwedel die HSG Heidmark. Auch da muss Salzwedel noch Wiedergutmachung betreiben, zumal in Heidmark nach einer desolaten Vorstellung die mit 23:12 höchste Saisonklatsche eingefahren wurde.

SVT Uelzen/Salzwedel: Duda, Kolley – Schulze (4 Tore), L. Gercke (3), Eirich (5), G. Gercke, Drangmeister, Schönfelder (9), Kersten (2), Warneke (3), Zunder (1), Düster

Vorbericht: Weite Reise - Hoffentlich keine Reise

Am Samstag den 18.02.2017 treten die Salzwedeler Handballer beim TUS Jahn Hollenstedt an. Mit 140 km eine der weitesten Reisen, die die Männer vom SVT auf sich nehmen müssen. Anpfiff in der Max-Schmeling-Halle ist um 19:30 Uhr.

Die weite Reise und die späte Anwurfzeit soll jedenfalls nicht dazu führen, dass die SVT-Männer eine Reise kassieren, wie schon in anderen Spielzeiten in Hollenstedt geschehen. In den letzten Spielen gegen die Hollenstedter setzte es ausschließlich Niederlagen, was Hollenstedt auch diesmal zum leichten Favoriten macht.

Die Salzwedeler, die am vergangenen Wochenende spielfrei waren, da das Spiel gegen TV Jahn Schneverdingen verlegt wurde, müssen sich auch ohne Spielrythmus im Abstiegskampf behaupten. Am Tabellenende ist alles eng zusammengerückt, jeder Punkt, der eingefahren wird, sorgt da für etwas Luft.

Das Hinspiel in eigener Halle wurde auf peinliche Art und Weise verloren. In der Abwehr hielt man sich ordentlich und kassierte nur 21 Gegentore. Eine Marke, die eigentlich vernünftig war, wenn nicht die desolate Angriffsleistung gewesen wäre. Konnte man in HZ 1 noch 10 Tore erzielen, so waren es in der zweiten Halbzeit nur noch 5 Treffer, die der teilweise ideenlose SVT im gegnerischen Netz unterbringen konnte. Die Folge ist bekannt. Es folgten mehrere schwache Spiele, die die Salzwedeler in die untere Tabellenhälfte katapultierten.

Dass es die Jungs können, haben sie immer wieder gegen die Vertreter aus der oberen Tabellenhälfte gezeigt. So wurde dem TUS Bergen im letzten Auswärtsspiel lange Paroli geboten. Leider fehlte in einigen Spielen die letzte Konzentration, in anderen Spielen das letzte Quäntchen Glück. Deshalb lassen die Salzwedeler den Kopf auch nicht hängen und werden auch niemals aufgeben. Schließlich haben sie und der unermüdliche Anhang auf der Tribüne endlich mal wieder einen Sieg verdient.

Der endgültige Kader für Samstag steht noch nicht fest. Während sich der frisch gebackene Vater Alex Eirich erst kurzfristig auf einen Einsatz festlegen kann und auch Manuel Zunder aus beruflichen Gründen erst kurz vor Abfahrt weiß, ob er es rechtzeitig schafft, fallen Mirko Böhlen und Ronny Schlawin verletzt sowie Hendrik Eichblatt erkrankt aus. Wieder an Board sind Patrick Zunder und Merdly Warneke, die genauso hungrig auf die zwei Punkte sind, wie die restlichen Spieler.
Quelle: Erste Männermannschaft