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1. Männer | 13.11.2016

Keine Punkte in Soltau

Am vergangenen Wochenende mussten die Salzwedeler Handballer in der Landesliga Lüneburg beim MTV Soltau II antreten. Wie nicht anders erwartet, zeigte sich die Soltauer Sporthalle wieder in einem rutschigen Zustand - Staubmäuse auf dem Spielfeld. Damit die Zuschauer nicht ins Schlingern kommen, waren teilweise Sandberge am Spielfeldrand gestreut.

Dieser Umstand und der, dass in Soltau ohne Haftmittel gespielt wird, führte dazu, dass der Salzwedeler Angriff mit der Hand am Ball nur schwer ins Spiel kam. Durch eine über das komplette Spiel vernünftigen Abwehrleistung konnte man zu Beginn die Soltauer Spieler noch beschäftigen. So hielten die Salzwedeler das Spiel trotz eines 3:0 Rückstandes bis zum 4:3 doch offen.

Danach mussten die Salzwedeler um den erfolgreichsten Torschützen des Spiels, Ronny Schlawin, abreißen lassen. Das Spiel der Teutonen war geprägt von technischen Fehlern, überhasteten saftlosen Abschlüssen und zuviel Respekt vor der robusten Abwehr.

So kam vorn nicht mehr viel während hinten doch das ein oder andere Mal der Ball den Weg über die Torline fand. Der Halbzeitstand von 12:6 für den gastgebenden MTV war da schon eine kleine Vorentscheidung.

Sollte man meinen, war es aber nicht. In der Kabine schworen sich die Jungs darauf ein, das Spiel nicht wie in Heidmark enden zu lassen. Gestärkt vom Pausentee kamen die Salzwedeler über den Kampf zurück ins Spiel. Eine umgestellte Abwehrformation stellte nun die Soltauer vor die Aufgabe die Würfe aus dem Halbfeld zu suchen. Diese waren immer öfter eine Beute des nun auch auf Betriebstemperatur laufenden Philip Duda.

Schnell abgeschlossene Konter führten dazu, dass die Salzwedeler beim Stand von 14:13 wieder dran waren. Ab hier war das Spiel wieder vollkommen offen. Auch wenn die Salzwedeler immer wieder den Ausgleich in der Hand hatten, so sollte dieser nicht gelingen. Soltau konnte immer wieder mit ein bis zwei Toren vorlegen. Beim 22:18 war gefühlt der Drops gelutscht, aber die Salzwedler kämpften sich nochmal zurück.

Drei Tore am Stück sorgten noch einmal für den 22:21 Anschluss. Als dann der allein pfeifende Schiedsrichter, der insgesamt eine gute Vorstellung ablieferte, eineinhalb Minuten zwei unglückliche Entscheidungen traf, hatte Soltau leichtes Spiel und netzte zum entscheidenden 23:21 ein.

Bleibt festzuhalten, dass sich die Salzwedeler einfach trauen müssen, dann ist man dem Torerfolg näher als man denkt. Die Soltauer Halle bedarf einer grundlegenden Reinigung, sonst nützt auch das Haftmittelverbot nichts und die Soltauer Fans sind bis auf den Applaus am Ende des Spiels erschreckend leise für eine Mannschaft, die unter den ersten Drei der Tabelle rangiert.

SVT Uelzen/Salzwedel: Duda, Kolley - Schulze (1 Tor), Eirich (3), Eichblatt, M. Zunder (1), Drangmeister, Schlawin (8), Schönfelder (0), Kersten (3), Warneke (2), P. Zunder (3)

Vorbericht: Sonntags zum Aufsteiger

Am Wochenende müssen die Mannen um Ronny Schlawin auswärts beim Aufsteiger MTV Soltau II antreten. Das Spiel wird um 15:15 Uhr angepfiffen.

Dabei gehen die landesligaerfahrenen Salzwedeler keineswegs als klarer Favorit ins Rennen. Die Soltauer Reserve ist mit vielen erfahrenen Spielern gespickt, die vor Jahren den Aufstieg aus der Landesliga Lüneburg bis in die Oberliga Niedersachsen schafften.

Auch die vergangene Kreisoberligasaison absolvierten die Männer aus Soltau in Perfektion. Die beeindruckende Bilanz 40:0 Punkte, 675:440 Tore. Das bedeutet pro Spiel etwa 33 Tore bei 22 Gegentoren. In der aktuellen Saison sind die Soltauer auch hervorragend gestartet und mussten sich nur beim Mitaufsteiger Schneverdingen mit 26:24 geschlagen geben.

Das zeigt, dass es nicht unmöglich ist, die Soltauer zu schlagen. Nach dürftigen Leistungen gegen Hollenstedt und Heidmark steigerten sich die Salzwedeler in der vergangenen Woche gegen Lüneburg wieder deutlich. Wenn sie die Fahrt weiter aufnehmen, ist durchaus ein Sieg drin. Die Salzwedeler wollen so schnell wie möglich dem Spiel den eigenen Stempel aufdrücken und so die Gastgeber frühzeitig unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen.

Bis auf Gustav Gercke stehen wahrscheinlich alle Spieler zur Verfügung, womit einige Wechselmöglichkeiten bei dem zu erwartenden intensiven gegeben sind.

Quelle: Erste Männermannschaft