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1. Männer | 08.10.2016

Stabile Abwehr allein reicht nicht

Am Wochenende hatte der SVT Uelzen/Salzwedel die Mannschaft vom TUS Jahn Hollenstedt zu Gast. Am Ende reichte es nicht zum vierten Saisonsieg. Auf der Anzeigetafel stand das Endergebnis 15:21.

Mit viel Selbstvertrauen wollten die Salzwedeler ihr Spiel von Anfang an durchziehen. In dem Vorhaben wurden Sie vor voller Halle schnell gebremst. Trotz Salzwedeler Anwurf erzielten die Gäste aus Hollenstedt das erste Tor der Partie.

Dieser Beginn war ein Spiegelbild der gesamten Partie. Im Angriff wurde sich bemüht, eine Idee zu finden, der gegnerische Abwehrblock verhinderte den Torabschluss und Hollenstedt traf einfach per Tempogegenstoß. So verlief bereits die Anfangsphase des Spiels eher ernüchternd. Viele überschnelle und ungenaue Abschlüsse machten es dem Gegner leicht, auf 5:1 nach 9 Minuten davonzuziehen.

Im Verlauf fingen sich die Spieler um Ronny Schlawin wieder. Nachdem Michael Schulze in der ersten Halbzeit nach einem Rippentreffer angeschlagen auf der Bank Platz nahm, mimte der gelernte Rechtsaußen Schlawin einen agilen Halbrechten Rückraumspieler, der einige Male nur durch ein strafwurffähiges Foul gestoppt werden konnte.

Dass diese Pfiffe auf Salzwedeler Seite oftmals ausblieben und auch so eine undurchsichtige Linie (7:1 Zeitstrafen) der in anderen Spielen besser aufgelegten Unparteiischen zu beobachten war, irritierte nicht nur die Zuschauer auf den Rängen. Auch die Spieler ließen sich mehr und mehr davon verunsichern.

Dennoch kämpfte sich das Salzwedeler Team zur Halbzeit auf 10:12 heran und war damit durchaus wieder auf dem Weg, dem Spiel eine Wendung zu geben. Die Aufholjagd endete mit Beginn der zweiten Halbzeit jedoch wieder, da dem Spiel der Salzwedeler wieder die gleiche Ideenlosigkeit der ersten Halbzeit anzusehen war. Viel zu oft wurde der Abschluss über den hochgewachsenen Mittelblock gesucht, ohne vorher eine nennenswerte Torchance herausgespielt zu haben. Torerfolge waren Mangelware (5 Tore in HZ 2) und meistens nur das Ergebnis von Einzelaktionen. So war es nicht verwunderlich, dass der Gast nach 46 Minuten wieder auf 17:12 davongezogen war.

Dass der Rückstand nicht viel höher ausfiel lag in der gesamten Partie daran, dass über die gesamte Spielzeit trotz des ungleichen Zeitstrafenverhältnisses die Abwehr eine konzentrierte Vorstellung ablieferte, die im Großen und Ganzen nur durch schnelle Konter der Gäste ins Wanken gebracht wurde. So war es auch den Torhütern zu verdanken, dass zum Beispiel in doppelter Unterzahl Mitte der zweiten Halbzeit kein Gegentor zu verzeichnen war.

Fazit: In der Abwehr erwischte die Mannschaft einen guten Tag. 21 Gegentore reichen in vielen anderen Spielen zum Sieg. Der Angriff blieb hingegen eher ideenlos, glücklos und phasenweise zu ungenau im Abschluss. Das Spiel sollte den Spielern aber nicht allzulange in den Köpfen bleiben, da Hollenstedt zwar nicht überzeugte, aber auch nicht zu den schlechtesten Mannschaften der Liga gehört.

SVT Uelzen/Salzwedel: Duda, Kolley – Schulze (1 Tor), Reichardt, Eirich, M. Zunder, Drangmeister, Schlawin (6), Schönfelder (2), Warneke (3), Zunder (1), Jana, Böhlen (1), Düster

Vorbericht: Salzwedel möchte die Serie fortsetzen

3 Spiele, 3 Siege - das kann sich doch sehen lassen. Der Blick auf die Tabelle stimmt jeden Salzwedeler Handballfan derzeit zufrieden. Zufrieden soll aber nicht satt heißen.

Denn am kommenden Samstag um 19:15 Uhr heißt der Gast Hollenstedt. Im Vergleich mit den jungen Wilden aus dem Norden ist noch Wiedergutmachung angesagt, schließlich verloren die Salzwedeler in der letzten Saison beide Spiele gegen den Kontrahenten.

Wo die Hollenstedter in dieser Saison stehen und stehen werden, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststellen. Im Unterschied zu den meisten anderen Ligakonkurrenten haben die Gäste vom Wochenende erst ein Punktspiel absolviert. Dieses gewannen sie knapp in Schneverdingen mit 26:24.

Schneverdingen hieß auch der letzte Gegner der Salzwedeler. Mit einem 29:24 Sieg entführten auch die Teutonen die zwei Punkte vom Liganeuling. Wenn man die Spielanlage der Schneverdinger vergleicht, dann ähnelte diese der Spielweise der Hollenstedter, so die Meinung der gestandenen Salzwedeler Spieler. Den Unterschied macht hier sicherlich die Erfahrung aus, durch die Hollenstedt als schwierigerer Gegner einzustufen ist.

Mit diesem Bewusstsein und dem Schwung aus den gewonnen drei Partien zu Saisonbeginn wollen die Salzwedeler nun auch wieder dem heimischen Publikum einen Sieg schenken, um möglichst schnell das Minimalziel Klassenerhalt sicherzustellen.

Quelle: Erste Männermannschaft