E2-Jugend | 12.09.2017

Michel Niemeyer mit Gastgeschenken in der Heimat


Zurück zu den Wurzeln hieß es gestern für Profifußballer Michel Niemeyer vom Drittligisten 1. FC Magdeburg.

Der 21-Jährige weilte in seiner Heimatstadt Salzwedel und überreichte der zweiten E-Jugend des SV Eintracht Salzwedel einen Trikotsatz, den er in der vergangenen Saison beim MDR-Wettbewerb „Volltreffer der Woche“ für sein 1:0 im Punktspiel gegen die Sportfreunde Lotte (2:0) nach einem Zuschauer-Votum erhalten hat.

„Auf dem Salzwedeler „Flora-Sportplatz“ begann Michel Niemeyer 2001 mit dem Fußball. „Er war sehr trainingsfleißig und hat immer noch einige Extraeinheiten rangehangen. Mir war damals schon klar, dass Michel ein besonderer Spieler ist. Ich freue mich, dass er es in den Profifußball geschafft hat und wünsche ihm für seine weitere Karriere viel Erfolg“, erinnert sich Burghardt Schulze, der als Trainer neben Stefan Theuer und Klaus Hilgenfeld den jungen Nachwuchsspieler in seiner Entwicklung förderte.
Lionel Messi war eines der Vorbilder von Michel Niemeyer in jungen Jahren, inzwischen ist der Salzwedeler selbst Vorbild für den Eintracht-Nachwuchs, der viele Fragen an den FCM-Akteur hatte. „Habt ihr Spaß am Fußball?“, fragte Niemeyer zurück, als er auf seinen Werdegang angesprochen wurde. „Mir hat Fußball damals wie heute immer großen Spaß gemacht. Ich habe wie ihr in der Kreisliga begonnen, mich durch Training immer weiterentwickelt und 2008 den Sprung zur Sportschule nach Magdeburg geschafft“, berichtet der gebürtige Jeetzestädter, der im Nachwuchsbereich für den 1. FCM und RB Leipzig gespielt hat und der bei den Erwachsenen nun in der dritten Saison das Trikots des Traditionsvereins aus Magdeburg trägt.

„Wie findest du es, dass man bei FIFA 18 demnächst auch die 3. Bundesliga spielen kann?“, wollte ein kleiner Fan der Spielkonsole wissen. „Da freue ich mich natürlich auch drauf“, so Niemeyer, der sich dann beim 1. FCM selbst aufstellen kann.
Blitzbesuch des FCM-Idols: Michel Niemeyer bei den Eintracht-Junioren

Im richtigen Leben muss sich Michel Niemeyer indes bei seinem Trainer Jens Härtel mit guten Leistungen ins Gespräch bringen. Die stimmen bisher, Michel Niemeyer hat großen Anteil am guten Saisonstart mit sechs Punktspielerfolgen in Serie und dem Sieg im DFB-Pokal gegen den FC Augsburg. Pausiert hat der Altmärker nur in der erste Runde im Landespokal. In der nächsten Runde am 7. Oktober will Michel Niemeyer aber unbedingt dabei sein, ist doch der SV Liesten der Kontrahent. „Es wäre schön, wenn ich in meiner Heimat spielen könnte. Ich werde in Liesten bestimmt viele Leute treffen, die ich schon länger nicht gesehen habe“, hofft der Linksfuß. Im „Waldstadion“ werden auf Wunsch des SVL dann auch wieder die E-Jugendlichen der Eintracht-Reserve mit ihren neuen Trikots dabei sein. Die Schützlinge von Trainer Jürgen Brandt werden den 1. FCM als Auflaufkinder auf den Rasen begleiten.
Nachwuchsspieler Henning Krietsch nutzte gestern die Gunst der Stunde und forderte Michael Niemeyer zum Wettbewerb im Jonglieren auf. Und der Profi staunte nicht schlecht, denn 144 Ballberührungen schaffte der kleine Nachwuchskicker in 60 Sekunden, Niemeyer musste sich mit 97 Berührungen geschlagen geben.
Einen Bericht vom Besuch Michel Niemeyers in Salzwedel sendet der MDR am kommenden Freitag um 19 Uhr.
Quelle: Renee Sensenschmidt