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1. Männer | 20.01.2018

Nichts Zählbares trotz starker Leistung

Am vergangenen Wochenende unterlagen die Salzwedeler Handballer gegen den Rangdritten aus Müden mit 30:33 (15:16).

Die Müdener gingen schon aufgrund der Tabellensituation als Favorit in die Partie. Auch vor dem Hintergrund, dass die Gäste gerade erst aus der Verbandsliga abgestiegen sind, waren die Rollen vor dem Spiel verteilt. Die Salzwedeler wollten dennoch eine gute Rolle spielen und die Leistung aus dem Hollenstedt-Spiel, wo leider 10 nachlässige Minuten die Niederlage einleiteten, bestätigen.
Der Start der Partie verlief sehr ausgeglichen. Robuste Abwehrreihen und gute Torhüterleistungen bestimmten das Geschehen. So war der Favorit aus Müden nicht in der Lage, sich vorzeitig abzusetzen. Die Salzwedeler hielten mit und gestalteten das Spiel bis zum 8:8 Mitte der ersten Halbzeit ausgeglichen. Dann zogen die Müdener ein wenig das Tempo an und Salzwedel erlaubte sich drei technische Fehler bzw. ungenaue Torabschlüsse, was die Gäste zur zwischenzeitlichen 8:12 Führung nutzen konnten. Bis zum 10:12 behaupteten die Müdener den Vorsprung. Dann setzten die Salzwedeler nochmal zusätzliche Kräfte frei und konnten bis zum Pausenstand 15:16 fast wieder ausgleichen.

Dieser Ausgleich folgte zu Beginn des zweiten Durchgangs. Beim 18:18 durch Maximilian Krauth waren die Karten kurzzeitig wieder offen. Nach dem Kraftakt ließ die Treffsicherheit wieder nach - unter anderem verwarf der ansonsten gut aufgelegte Sebastian Schönfelder einen der im Vergleich zu Müden (9 Strafwürfe) seltenen 3 Strafwürfe. Diese Phase gehörte somit wieder den Gästen, welche sich mit drei Toren in Folge auf 19:22 absetzen konnten.

Salzwedel gab sich jedoch nicht auf. Beim 27:28 durch Denny Hornisch zehn Minuten vor dem Ende schien die Sensation wieder greifbar. Leider mussten die Gastgeber nach einer weiteren ihrer acht Zeitstrafen (Müden erhielt drei) dann doch wieder abreißen lassen. Als die Gäste in der 53. Minute zum 27:31 einwarfen, war der Drops gelutscht. Erhobenen Hauptes kämpften die Teutonen dennoch bis zum Schluss, so konnte sich das 30:33 Endergebnis dann auch sehen lassen.

Leider kann man sich von guten aber doch verlorenen Spielen nichts kaufen und so kämpfen die Salzwedeler weiter gegen den drohenden Abstieg. Die nächste Chance, "Bonuspunkte" gegen einen Meisterschaftskandidaten zu sammeln ergibt sich schon kommende Woche, wenn die HSG Heidmark als Tabellenführer in Salzwedel antritt.

Vorbericht: Zum Abschluss der Hinrunde nochmal ein ehemaliger Verbandsligist

Am kommenden Samstag empfangen die Salzwedeler Handballer zum letzten Hinrundenspiel den Verbandsligabsteiger vom MTV Müden/Örtze. Anpfiff der Partie ist um 19:15 Uhr in der Salzwedeler BBS-Sporthalle.

Dabei sind die Gäste klar in der Favoritenrolle. Mit 8 Siegen zu 4 Niederlagen stehen die Müdener auf Platz 3 der Tabelle. Mit dem Kampf um den diesjährigen Staffelsieg scheinen sie damit zwar nichts mehr zu tun zu haben, dennoch wollen sie sicher den Podestplatz weiter behaupten.

Die Müdener sind den Salzwedelern noch in beeindruckender Erinnerung. Mit einem präzisen Konterspiel, einem gut strukturierten Aufbauspiel und einer guten körperlichen Präsenz in der Abwehr haben sie vor einigen Jahren verlustpunktfrei den Aufstieg in die Verbandsliga erreicht.

Da die aktuelle Mannschaft wahrscheinlich nicht mehr die gleiche sein wird, gilt es für die Salzwedeler von Anfang an die eigenen Stärken in die Waagschale zu werfen. Dass sie es können, beweisen die Teutonen ja immer wieder. Etwas gut zu machen haben sie dennoch. Das Spiel vor Wochenfrist in Hollenstedt ging nur durch 10 desolate Minuten nach der Halbzeitpause verloren. Irgendwie muss es also mal möglich sein, über 60 Minuten eine gute Leistung aufs Feld zu bringen. Vielleicht können die Salzwedeler ja davon profitieren, dass die Müdener vor und nach der "Winterpause" jeweils eine Niederlage einstecken mussten.

Dabei muss Trainer Klaus Gobat jedoch noch abwarten, wen er am Wochenende aufbieten kann. Fragezeichen stehen derzeit hinter Gustav und Ludwig Gercke, Hendrik Eichblatt und Björn Drangmeister.

Quelle: Erste Männermannschaft