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1. Männer | 04.11.2017

Gutes Spiel in Wietzendorf wird nicht belohnt

Am vergangenen Samstag mussten die Salzwedeler beim dritten Verbandsligaabsteiger, beim TSV Wietzendorf, antreten. In der Vergangenheit, als die Wietzendorfer noch in der Landesliga spielten, gab es für die Salzwedeler selten was zu holen.

Die Fahrt durchs Niemandsland am Samstagabend über Ländliche Wege und Panzerstraßen gestaltete sich als Zäh. Dies gilt aber nicht als Ausrede, müssen die Gegner der Teutonen doch ebenfalls die weiten Anfahrten am Samstagabend in die Altmark auf sich nehmen.

So war es auch an diesem Wochenende das erwartet schwere Spiel. Zumal die Salzwedeler auf gleich 3 Rückraumakteure und kurzfristig auch auf Kreisspieler Martin Kersten verzichten mussten. Umso erstaunlicher die verhältnismäßig hohe Torausbeute in der Ferne, trotz Haftmittelverbots.

Die Partie begann ausgeglichen, obwohl sich bereits in der Anfangsphase ein hohes Tempo der Wietzendorfer abzeichnete. Der gut aufgelegte 21 Jährige Thees Michel Wrogemann, auf den viel im Angriff der TSV’ler zugeschnitten ist, stellte die Salzwedler Abwehr ein ums andere Mal vor schwierigen Aufgaben. Bis Mitte der ersten Halbzeit erzielte dieser allein 8 seiner insgesamt 13 Tore.

Im Gegenzug hatten die Salzwedeler bis dahin eher Pech und ließen freie Chancen ungenutzt. Nach einer Auszeit, Mitte der ersten Halbzeit, kamen die Salzwedler nach einem 6 Tore Rückstand auf wieder 3 Tore heran. Jedoch stellten die Wietzendorfer diesen Abstand bis zur Halbzeitpause wieder her (19:13).

In der Halbzeitpause machten sich die Salzwedeler ordentlich Mut und starteten entsprechend selbstbewusst. Als die Teutonen erneut auf 3 Tore verkürzten, keimte nochmal ein kleiner Funke Hoffnung, dem Spiel eine Kehrtwendung zu geben. Man stellte dem jungen Wrogemann eine Manndeckung entgegen, welche die Hausherren jedoch clever umspielten

Michael Schulze, welcher sich erneut als Haupttorschütze auf Seiten der Salzwedler bewies, hatte in dieser Phase das ein ums andere Mal Pech. So musste das Torgebälk der Hausherren einiges aushalten. So führten diese 8 Minuten vor Schluss mit nahezu uneinholbar mit 8 Toren. Die Salzwedeler ließen aber auch bis zum Schluss in keinster Weise die kämpferische Leistung vermissen und so konnte Salzwedeles Wietzendorfer Maximilian Krauth den Schlusspunkt zum 35:30 setzen und in seiner Heimat zum insgesamt vierten Mal glänzen.

Trotz der am Ende deutlichen Niederlage, gingen die Salzwedler mit erhobenen Hauptes vom Platz, konnten sich doch bei der insgesamt ansprechenden Leistung alle Feldspieler in die Torschützliste eintragen. Dementsprechend gelöst war die Stimmung nach dem Spiel und gut gelaunt war die Heimfahrt.

Duda, Kolley - Schulze (8 Tore), Reichardt (2), L. Gercke (3), G. Gercke (3), Drangmeister (4), Schlawin (2), Jana (1), Krauth (4), Sobolowski (3)

Vorbericht: Mit einem Wietzendorfer nach Wietzendorf

Am Samstag den 04.11.2017 müssen die Salzwedeler Teutonen bei einem weiteren Verbandsligaabsteiger Farbe bekennen. Zu Gast sind die Männer aus der Jeetzestadt beim TSV Wietzendorf. Der Anpfiff der Partie ist um 19:30 Uhr.

Wietzendorf war bisher kein einfach zu bespielendes Parkett. Das Harzverbot in der engen Halle hat das ein oder andere Mal für gewöhnungsbedürftige Leistungen gesorgt. Beim letzten Aufeinandertreffen in der Saison 2014/2015 setzte es eine 33:17 Auswärtsniederlage.

Das ist mittlerweile schon etwas her und die Wietzendorfer mussten nach zwei Jahren in der Verbandsliga nun wieder den Gang in die Landesliga antreten. Die Erfahrung aus den Spielzeiten in der höheren Klasse nimmt ihnen jedoch keiner und so wollen sie diese einsetzen, um wieder oben mitzuspielen. Bisher ist ihnen das noch nicht ganz gelungen. 4 Siegen stehen auch schon 3 Niederlagen gegenüber. Die Niederlagen setzte es allerdings gegen die weiteren Favoriten um den Staffelsieg (Müden, Heidmark & Eyendorf). Die Siege gegen Celle, Hollenstedt, Luhdorf und auch Lüneburg fielen dafür teilweise auch recht deutlich aus. Die Favoritenrolle ist somit vergeben.

Salzwedel reist jedoch nicht nach Wietzendorf, um die Punkte kampflos herzuschenken. Unterstützung erhalten sie dabei von ihrem Neuzugang Max Krauth, der zum Saisonbeginn ausbildungsbedingt nach Salzwedel gewechselt ist. Mit einem Zweitspielrecht ausgestattet, schnürt er auch regelmäßig seine Schuhe für die zweite Wietzendorfer Vertretung, kennt also die Halle und die Umgebungsbedingungen aus dem Effeff. Dieser Joker und die mannschaftliche Geschlossenheit des vergangenen Spiels gegen Clenze könnten also für eine kleine Überraschung sorgen.

Personell sind die Salzwedeler ansonsten eher als angeschlagen zu bezeichnen. Während Gustav Gercke wieder zur Mannschaft stößt, muss Trainer Klaus Gobat wohl auf eine Reihe von Spielern verzichten. Es wird sich also zeigen, ob die Teutonen eine Taktik finden, um die Wietzendorfer lange genug zu beschäftigen.
Quelle: Erste Männermannschaft