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1. Männer | 28.10.2017

Clenze gewinnt - aber nur den Gutschein

Die Fans in der sehr gut gefüllten Salzwedeler BBS-Sporthalle sahen am Samstag ein kampfbetontes aber fair geführtes Derby mit dem besseren Ende für die Salzwedeler Teutonen. Die Salzwedeler gewannen gegen die von Detlef Wehrmann gecoachten Clenzer mit 23:18 (9:8). Die Clenzer bleiben damit sieglos, die Salzwedeler können, mit nun zwei Siegen, etwas Boden im Abstiegskampf gutmachen.

Die erste Halbzeit lässt sich in wenigen Worten festhalten. Salzwedel legte vor, Clenze glich aus. Zu keiner Zeit konnte Clenze in Führung gehen und zu keiner Zeit konnte Salzwedel mal mehr als ein Tor Vorsprung herauswerfen. In dieser Phase waren es auf beiden Seiten vor allem die Torhüter die sich auszeichneten. Durch zügige Rückwärtsbewegungen bei eigenen Ballverlusten und mit frühen Stören der Clenzer Gegenstöße wurde immer wieder die Clenzer Führung verhindert. Das überfallartige Clenzer Spiel, was noch im Rückspiel der vergangenen Saison zu der desolaten Niederlage in Clenze führte, konnte so nie stattfinden.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang Salzwedel die erste Zwei-Tore-Führung (10:8). Doch jetzt wurde die Linie der Schiedsrichter etwas undurchsichtiger. Immer wieder wurden die Salzwedeler dezimiert, während Clenze bei gleichen Vergehen unbestraft blieb. Dennoch stemmten sich die Salzwedeler erfolgreich gegen diese Ungleichbehandlung. 12:10 lautete immer noch der Vorsprung in der 38. Minute. Doch Salzwedel wäre nicht Salzwedel, wenn da nicht noch etwas passiert. Und so kam kurz Hektik auf, welche die Clenzer binnen einer Minute zum 12:12 Ausgleich nutzte. Wachgerüttelt vom lautstarken Publikum folgte ein Sturmlauf auf das Clenzer Tor. Sogar in Unterzahl wurde die Deckung der Gäste nun auseinandergenommen. Von der 40. bis zur 50. Minute traf nur Salzwedel. Erst beim 18:13 gelang Clenze wieder ein Treffer. Damit war das Spiel im Großen und Ganzen gelaufen. Salzwedel verwaltete mit einer geduldigen Deckungsarbeit den Vorsprung. Mit einem verdienten 23:18 Sieg sorgten die Teutonen letztendlich für eine kleine Wiedergutmachung für den schwachen Auftritt am letzten Wochenende.

SVT Uelzen/Salzwedel: Duda, Kolley - Schulze (3 Tore), Reichardt, L. Gercke, Düster, Hornisch (6), Drangmeister (2), Schlawin (3), Kersten (2), Zunder (2), Jana, Krauth, Sobolowski (2)

Vorbericht: Gelingt die Wiedergutmachung?

Am Samstag den 28.10.2017 um 19:15 erwarten die Salzwedeler Männer die SG Südkreis Clenze zum Derby. Dabei ist in zweierlei Hinsicht eine Wiedergutmachung fällig.

Zum einen für die 32:25 (21:13) Niederlage im Rückspiel der vergangenen Saison, wo man vor allem in Halbzeit Eins eine desolate Leistung ablieferte. Zum anderen für die beschämende Leistung vor Wochenfrist beim Gastspiel in Uelzen, als die Mannschaft als Totalausfall gegen eine gute, aber keinesfalls überragende Uelzener Mannschaft keinen Stich sah.

Die Clenzer reisen bisher sieglos an und befinden sich dadurch einmal mehr im Abstiegskampf. Bisher setzte es nur Niederlagen, diese jedoch gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte. Die jungen Wilden werden dabei ein ähnliches Spiel wie die Uelzener aufziehen wollen. Damit die gastgebenden Salzwedeler hier kein Déjà-vu erleben und sie erneut als Aufbaugegner für einen Mitkonkurrenten gegen den Abstieg dienen, müssen sie also die Backen zusammenkneifen und als Mannschaft geschlossen auftreten.

Die eklatanten Abwehrfehler der letzten Woche sollten sich nicht wiederholen. Auch auf der Torhüterposition wird eine deutliche Leistungssteigerung erforderlich. Und im Angriff sollte endlich wieder mehr Zug zum Tor stattfinden während die desolaten technischen Fehler durch eine konzentriertere Spielweise vermieden werden müssen. Die Mannschaft muss geschlossen Verantwortung übernehmen, damit einzelne Spieler unter dieser nicht zusammenbrechen.

Bisher steht noch nicht ganz fest, mit welcher Besetzung der SVT auflaufen kann. Während Sebastian Schönfelder weiter verletzt ist, fällt mit Hendrik Eichblatt, Gustav Gercke und Patrick Zunder zusätzlich eine komplette Rückraumreihe aus. Auch hinter Ludwig Gercke steht krankheitsbedingt noch ein Fragezeichen.

Quelle: Erste Männermannschaft