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1. Männer | 02.09.2017

Niederlage beim ambitionierten Vizemeister

Am Wochenende mussten die Salzwedeler zum Saisonauftakt bei der HSG Heidmark antreten. Die Gastgeber sind dabei ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und siegten verdient mit 28:20 (13:8).

Die Salzwedeler verschliefen wie so oft den Start der Halbzeit. Nachdem Patrick Zunder noch per Siebenmeter zum 2:1 verkürzen konnte, zog der Gastgeber nach mehreren Fehlwürfen durch ein gut strukturiertes Konterspiel auf 6:1 (12. Minute) davon.

Erst der mitgereiste Denny Hornisch per Siebenmeter konnte die Salzwedeler wieder jubeln lassen. Dennoch setzte sich das Spiel so fort - zu fahrig und ohne Traute im Angriff in Verbindung mit dem ungeliebten Haftmittelverbot konnten die Salzwedeler keinen Zugriff auf die Partie erlangen. Nach einer Zeitstrafe gegen den ungestüm einsteigenden Hendrik Eichblatt und dem verwandelten Siebenmeter der Heidmarker zum 8:2 (16.) zog Trainer Klaus Gobat seine Auszeit-Karte. Diese zeigte verhalten Wirkung. Zwar konnten die Salzwedeler nicht weiter zum Gegner aufschließen, aber wenigstens zogen die Heidmarker nicht weiter davon. Leider mussten die Salzwedeler hier schon früh nach einem verletzungsbedingten Ausfall auf Sebastian Schönfelder verzichten. Mit der Heireinnahme von Gordon Sobolowski, der ebenfalls kurzfristig doch noch mitgefahren war, waren die Salzwedeler dennoch nun auch von der Rückraumpostion das ein oder andere Mal erfolgreich. Trotzdem stellte der Halbzeitstand von 13:8 für die HSG Heidmark ein gutes Polster dar.

Die zweite Halbzeit begann wie die Erste. Die vor der Saison weiter verjüngten und durch die Verpflichtung des ehemaligen Oberligaspielers Florian Pröhl auch an Erfahrung reicheren Heidmarker zeigten im Gegensatz zur vergangenen Saison, wo sie viel über ein geduldiges Aufbauspiel erreichten, ein gnadenloses Konterspiel. Wären sie in diesen Momenten nicht durch Daniel Kolley im Salzwedeler Tor und den eigenen technischen Fehlern gestoppt worden, so wäre die Niederlage wohl höher ausgefallen. Dennoch erhöhten die Gastgeber zu Beginn der zweiten Halbzeit direkt auf 17:8 (35.). Damit war der Drops anscheinend gelutscht. Kurz darauf wurde auf Salzwedeler Seite Patrick Zunder zum Duschen geschickt. Nach einem übereifrigen Nachfassen blieb dem guten Schiedsrichtergespann nur die Rote Karte als Bestrafung. Die Salzwedeler hielten aber als Mannschaft zusammen und kämpften weiter, um die Höhe der Niederlage in Grenzen zu halten.

Waren es im Verlauf des Spiels schonmal 9 Tore Rückstand so stellte das 21:15 (48.) durch Ronny Schlawin einen Hoffnungsschimmer im Salzwedeler Spiel dar. Die Heidmarker reagierten mit einer Auszeit. Leider verloren die Salzwedeler in diesem Moment auch noch Hendrik Eichblatt, für den nach einer unglücklichen Verwechslung bei der Zeitstrafenvergabe das Spiel ebenfalls vorzeitig beendet war (51.). Der Gastgeber nutzte die Situation und zog wieder auf 26:16 (55.) davon. Die folgende Auszeit der Salzwedeler sorgte nochmal für freie Köpfe und so markierte Denny Hornisch kurz vor Schluss das mit Blick auf den Spielverlauf und die Überlegenheit der Gastgeber erträgliche 28:20.

Die Salzwedeler konnten sich ein wenig für die 23:12 Hinspielniederlage der vergangenen Saison rehabilitieren. Gegen einen ambitionierten Meisterschaftskandidaten war an diesem Tag jedoch nicht mehr zu holen. Kommende Woche geht es nach Lüneburg wo eine Mannschaft wartet, die in der Pokalrunde ihre Ansprüche verdeutlicht hat, nun aber aufgrund der Auftaktniederlage zuhause gegen Eyendorf mit einer gewissen Portion Wut im Bauch auftreten wird.

SVT Uelzen/Salzwedel: Kolley - Herz, Jana, Eichblatt, Hornisch (5 Tore davon 3 Siebenmeter), G. Gercke (2), Schlawin (1), Schönfelder, Kersten (4), Zunder (1), L. Gercke, Sobolowski (7 / 2)

Vorbericht: Auf geht's in die Saison 2017/2018

Mit neuem Trainer startet die Salzwedeler Männermannschaft in die neue Spielzeit. Das leidige Thema der letzten Saison ist damit Ad Acta gelegt und alle Spieler können sich wieder voll und ganz auf das Spielen konzentrieren.

Das dies von Nöten sein wird, wird gleich im ersten Punktspiel der Saison offensichtlich. Stark ersatzgeschächt reisen die Salzwedeler zum Vorjahreszweiten HSG Heidmark. Anpfiff ist am Samstag den 02.09.2017 um 19:30 Uhr in der Dorfmarker Thormarcon-Arena.

Mit Heidmark treffen die Salzwedeler auf eine Mannschaft, die in der letzten Saison ihr solides Spiel immer wieder erfolgreich praktizieren konnten. Dies war weniger geprägt von spielerischen Raffinessen, eher überzeugten die Heidmarker mit einer stetigen Konstanz. Dabei profitierte die Mannschaft von einer schwer zu bespielenden Halle verbunden mit dem allseits ungeliebten Haftmittelverbot. Infolge dessen mussten in Dorfmark sogar der Staffelsieger Embsen und auch andere Spitzenmannschaften wie Bergen, Lüneburg und Hollenstedt Federn lassen.

Auch die Salzwedeler zogen mit einem etwas zu deutlichen 23:12 den Kürzeren. Im Rückspiel in Salzwedel agierten die Teutonen dann lange auf Augenhöhe, was die knappe 34:36 Niederlage verdeutlicht. Die Favoritenrolle ist also vergeben, doch wollen die Salzwedeler sich nicht kampflos geschlagen geben. Dass dies ein harter Kampf wird, wird mit Blick auf die Personalsituation deutlich.

Da Heidmark eine Anfrage nach Spielverlegung abgelehnt hat, treten die Salzwedeler stark dezimiert die Reise an. Mit Philip Duda fehlt ein Torhüter, auch Leistungsträger Michael Schulze und Rückkehrer Gorden Sobolowski werden fehlen. Außenspieler Merdly Warnecke hat sich erneut das Kreuzband gerissen und wird wohl diese Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Auch Aufbauspieler Alex Eirich hat sich vorerst vom Handball abgemeldet. Hinter Kreisläufer Martin Kersten steht für das Wochenende noch ein Fragezeichen, mit Jan Peter Herz steht aber ein junger Wilder als Ersatz in den Startlöchern.

Auf die Jungen wird es in dieser Saison besonders ankommen. Als ehemaliger Nachwuchsstützpunkttrainer ist Neutrainer Klaus Gobat daran interessiert diese schnellstmöglich in den Seniorenspielbereich zu integrieren und sie zu etablieren. Dabei kommt es aber nicht nur auf die Position des Trainers sondern besonders auch auf die Einstellung der Spieler an. Sie müssen auch wollen und ihren Teil zur Integration beitragen. So steigen mittlerweile auch schon die B-Jugendlichen ins Training der Männer ein, um möglichst zügig für frisches Blut zu sorgen.
Quelle: Erste Männermannschaft