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1. Männer | 06.05.2017

Wochen der Wahrheit Teil 3 - SVT greift nach dem Strohhalm

Die erste Männermannschaft gestaltete ihr letztes Heimspiel siegreich (Foto: R. Drangmeister)
Die erste Männermannschaft gestaltete ihr letztes Heimspiel siegreich (Foto: R. Drangmeister)

Am vergangenen Wochenende empfingen die Salzwedeler Handballer einen der Konkurrenten um den Klassenerhalt, den SV Munster. Nach dem Straftraining für das verpatzte Clenze Spiel am Dienstag legte Trainer Nico Truthe im Abschlusstraining am Freitag nochmal Wert auf die mannschaftliche Geschlossenheit in der Abwehr und den Willen zum unbedingten Torerfolg im Angriff.

Und von Beginn an setzte die Mannschaft die Vorgaben des Trainers in weiten Teilen um. Aus einer starken Abwehr um die Mittelblocker Martin Kersten und Björn Drangmeister konnten sich die Salzwedeler über einige zielstrebig vorgetragene Konter schnell auf 3:0 absetzen.

Danach schlichen sich einige Fehler in die Salzwedeler Angriffe. Die Abwehr eroberte weiter Bälle jedoch in der Vorwärtsbewegung wurden durch Unkonzentriertheiten zu schnell und zu ungenau Bälle hergeschenkt. Die Munsteraner Spieler hatten so die Möglichkeit ins Spiel und unterstützt durch Paraden ihres Torhüters selbst zu Torerfolgen (4:2) zu kommen. Bis zum 6:4 blieben die Gäste dran, ehe durch einen Doppelpack von Ronny Schlawin und einen erfolgreichen Konter von Merdly Warneke erstmals ein 5-Tore-Vorsprung auf der Anzeige stand (9:4). Da Salzwedel in dieser Phase etwas das Tempo rausnahm, blieb es bis zur Pause bei dem Vorsprung, den der Gast noch mit einem letzten Treffer zum 14:10 in Grenzen hielt.

In der Kabine setzte es ein Donnerwetter. Trainer Nico Truthe wollte mit eindringlichen Worten dem drohenden Schlendrian entgegenwirken. Zu nah waren noch die Erinnerungen an die desolate erste Clenzer Halbzeit. Ein 4-Tore-Vorsprung zur Halbzeit ist beim Handball einfach nicht genug, um sich zu sicher zu fühlen. Auch hatten die Munsteraner im Hinspiel gezeigt, dass sie bis zum Ende kämpfen, als sie das Spiel in der zweiten Halbzeit zu ihren Gunsten drehten.

Die Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Mit einem unbarmherzigen 7:1 Sturmlauf bis zur 42. Minute brachen die Salzwedeler den Wiederstand der Gäste. Beim 21:11 durch Martin Kersten waren erstmals 10 Tore Vorsprung zu verzeichnen. Der Gast sah sich gezwungen seine Auszeit zu ziehen. Salzwedel ließ sich aber nicht mehr bremsen. Bis auf 12 Tore beim 24:12 durch Björn Drangmeister wuchs der Vorsprung weiter. Danach nutze Trainer Nico Truthe die Möglichkeit, beruhigt allen Spielern Einsatzzeit zu verschaffen und wechselte munter durch. So kam beim 32:20 auch Nachwuchsspieler Ludwig Gercke zu seinem Torerfolg. Der letzte Treffer der Partie zum 32:21 war den Gästen vom Siebenmeterpunkt vorbehalten.

Nachdem im Vorfeld der Partie die Nachwuchsmannschaften vor dem großartigen Publikum einlaufen durften und einige Dankesworte an Funktionäre und Unterstützer gerichtet wurden, gab es nach der Partie noch ein gemütliches Miteinander bei so einigen Freigetränken. Es sind bei allen Beteiligten einige Steine abgefallen, jedoch heißt es nun in dieser Woche wieder volle Konzentration auf das letzte Saisonspiel am kommenden Sonntag in Winsen zu legen. Da Salzwedel im Vergleich zu Uelzen und Munster nun bei Punktgleichheit das bessere Torverhältnis auf der eigenen Seite hat, konnten sie sich an Winsen und diesen Mannschaften auf Platz 9 vorschieben, der den Ligaverbleib bedeuten würde. Mit einem Sieg in Winsen haben es die Spieler nun selbst in der Hand, die Klasse zu halten und weiter in der Landesliga zu spielen.

Vorbericht: Wochen der Wahrheit Teil 3 - SVT empfängt den SV Munster

Am kommenden Samstag den 06.05.2017 um 19:30 Uhr empfängt der SVT Uelzen/Salzwedel den SV Munster zu seinem letzten Heimspiel der Saison 2016/2017. Die im Saisonendspurt von Nico Truthe trainierten Salzwedeler stehen dabei immer noch mit einem Bein in der klassentieferen Regionsoberliga. Zu durchwachsen waren in der zu Ende gehenden Saison die Ergebnisse. Trotz oftmals kämpferischer und ansprechender Leistungen auch gegen die Spitzenteams der Liga stehen bisher zu wenig Punkte auf der Habenseite.

Auch macht es die Tabellensituation in der übergeordneten Verbandsliga nicht möglich, von einem sicheren Klassenerhalt zu sprechen. Da kommt der Mitabstiegskandidat Munster gerade Recht, um noch fehlende Punkte einzusammeln. Außerdem haben sich die Teutonen eine Revanche für die knappe Hinspielniederlage auf die Fahnen geschrieben.

Mit dem SV Munster reist eine Mannschaft an die Jeetze, die ein ähnliches Schicksal teilt, wie der gastgebende SVT. Mit Ablauf der letzten Saison verließen einige Leistungsträger den Verein und so kämpfen die Spieler mit vereinten Kräften um jedes kleine Pünktchen auf dem Weg zum Klassenerhalt. Aufgrund des besseren Torverhältnisses könnte ihnen der SVT jedoch einen Strich durch die Rechnung machen. Im Falle eines Salzwedeler Sieges könnten beide Mannschaften die Plätze tauschen und der SVT, wie schon gegen Schneverdingen, Boden gut machen.

Nach der desolaten Leistung in Clenze, als die Spieler gerade in der ersten Halbzeit sehr kopflos agierten, ist auch den Fans gegenüber Wiedergutmachung angesagt. Dazu sind momentan alle Spieler bis auf Alex Eirich, der verletzungsbedingt die Saison beendet hat, an Bord.

Trotz der angespannten Situation wollen sich die Salzwedeler traditionell von Ihren Fans in einem würdigen Rahmen in die Sommerpause verabschieden. Auch wenn noch ein Auswärtsspiel in Winsen/Luhe und der Saisonausgang offen ist, so möchten die Männer um Sebastian Schönfelder selbstverständlich “Danke” sagen. Danke für eine stets lautstarke Unterstützung bei Heim- und Auswärtsspielen. Danke für so viele aufmunternde Worte. Danke für die Treue.

Dabei sorgen kleine Stationen wie 7-Meter-Werfen mit kleinen Gewinnen und die Schaumkuss-Wurfmaschine für Unterhaltung neben dem Platz. Erwin kümmert sich während des Spiels um das leibliche Wohl der Fans und nach dem Spiel gibt es noch das ein oder andere Freibier. So wie die Salzwedeler Handballer bis zum letzten Spiel Vollgas geben, so hoffen Sie auch an diesem Tag auf ein volles Haus und eine gute Stimmung auf und neben dem Platz.

Quelle: Erste Männermannschaft