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1. Männer | 26.03.2017

Der SVT verliert weiter auf hohem Niveau

Trotz einer kämpferischen und mannschaftlich geschlossenen Leistungen unterlagen die Salzwedeler Handballmänner am Sonntag gegen den Spitzenreiter vom MTV Embsen am Ende vielleicht etwas zu hoch mit 33:28 (16:14).

Im ungewohnt am Sonntag stattfindenden Auswärtsspiel im Lüneburger Vorort kamen die Salzwedeler gut ins Spiel. Trotz der Ausfälle der beiden Rückraumspieler Hendrik Eichblatt und Patrick Zunder und auch ohne den weiter verletzt fehlenden Außen Ronny Schlawin setzten die Salzwedeler den ersten Treffer der Partie.

Angriffe wurden geduldig ausgespielt und auch in der Abwehr bekam die SVT-Sieben von Beginn an Zugriff aufs Spiel. So begegneten sich beide Mannschaften lange auf Augenhöhe. Bis zum Stand von 5:6 konnten meistens die Salzwedeler vorlegen. Dann kam ein kleiner Bruch ins Salzwedeler Spiel. Durch einige Wechsel und der damit verbundenen Unkonzentriertheit gerade im Angriff, wurden die Embsener zu leichten Gegenstoßtoren eingeladen. So stand es nach knapp 22 Minuten 10:7 für die Gastgeber.

Die Salzwedeler Bank reagierte mit einer Auszeit um etwas durchzuatmen. Im ersten Moment zeigte die kurze Verschnaufpause Wirkung und die Salzwedeler konnten durch den treffsichersten Teutonen Michael Schulze beim 11:10 den Anschluss wieder herstellen. Weitere unnötige technische Fehler und eine mangelnde Rückzugsbewegung führte leider zum erneuten Abreißen (16:12). Mit einem kleinen Endspurt konnte der Rückstand aber zur Halbzeit mit 16:14 wieder etwas erträglicher gestaltet werden.

In der Halbzeitansprache konnte festgestellt werden, dass auch in diesem Spiel alles möglich scheint, wenn nur die Konzentration stimmte. Embsen wollte mit Beginn der zweiten Halbzeit mit einem überfallartigen Sturmlauf die Vorentscheidung erzwingen. Dabei hatten Sie aber die Rechnung ohne die Salzwedeler gemacht. Zwei abgenommene Bälle und zwei fast identisch herausgespielte Tore durch Sebastian Schönfelder später zeigte die Anzeigentafel ein 16:16 Unentschieden.

Leider war ab da irgendwie der Wurm drin. Nur beim 19:18 konnte nochmal der Anschlusstreffer gelingen, ansonsten kam der Embsener Torhüter in dieser Phase besser ins Spiel und einmal öfter an den Ball. So hieß es nach 48 Minuten 29:22 für Embsen. Der Drops war in dem Moment gelutscht. Dennoch gaben die Salzwedeler nicht auf und kämpften mit Unterstützung der eigenen Fans, die um Längen lauter waren als der Anhang der Heimmannschaft, um jeden kleinen Torgewinn. So konnten die Salzwedeler bis zum Schlusspfiff noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Das Spiel endete mit einem Strafwurftor durch die Heimmanschaft mit 33:28.

Es gilt festzuhalten, dass die Stimmung im Team stimmt. Jeder versucht seinen Nebenmann mitzureißen. Leider fehlten mit Patrick Zunder, Hendrik Eichblatt und Ronny Schlawin drei Spieler, die in diesem Spiel als adäquate Alternative hätten dienen können. Dennoch hat die dezimierte Truppe ein gutes Spiel beim Tabellenführer gemacht. Leider reichen gute Spiele allein nicht, um die Gegner im Abstiegskampf unter Druck zu setzen.

Das können die Salzwedeler nun in den kommenden Wochen. Nach dem immer spannenden Duell gegen Dannenberg in eigener Halle folgen bis zum Saisonende nur noch Endspiele um den Klassenerhalt gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf.

Vorbericht: SVT muss zum Spitzenreiter

Mitten im harten Abstiegskampf müssen die Salzwedeler nun beim nächsten Mitglied der Spitzengruppe antreten. Zu Gast sind die Männer aus der Hansestadt am Sonntag um 16:00 Uhr beim Titelanwärter Nummer 1, Spitzenreiter MTV Embsen.

Die Rollen sind klar verteilt. Der Spitzenreiter ist Favorit im Spiel gegen die auf Rang 11 durchgereichte SVT-Männermannschaft. Eventuell ist aber eine Überraschung drin. War schon das Heimspiel eine enge Kiste (30:31) und auch sonst konnte man gegen Embsen oft überzeugen.

Die Salzwedeler erwarten ein ähnliches Spiel wie in der Vorwoche gegen den MTV Soltau II, da auch die Embsener mit einem sehr guten Rückraum und gekonnten Kreisanspielen punkten. Wichtig ist, dass die Mannschaft auch in knappen, hektischen Spielphasen am Drücker bleibt. Clever spielen und über 60 Minuten den Kopf nicht verlieren lautet die Marschroute für das schwere Auswärtsspiel.

Die gegentorreichen Spiele der Vergangenheit, veranlassten die Salzwedeler weiter an der eigenen Abwehr zu arbeiten um dort noch enger zusammenzurücken. Nicht nur in der Abwehr soll wieder enger zusammengerückt werden. So wurde auch wieder mehr Wert auf die mannschaftliche Geschlossenheit gelegt. Spaßige Trainingseinheiten und gemeinsames Pizzaessen sollten gerade in dieser schweren Zeit die Köpfe etwas aufmuntern.

Quelle: Erste Männermannschaft